Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Region Odessa sind in der Nacht Hafen-, Verkehrs- und Wohnanlagen beschädigt worden. Der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, teilt über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, dass an mehreren Orten Brände ausgebrochen seien. Unter anderem seien Verwaltungsgebäude, Container und mindestens sechs Wohnhäuser getroffen worden. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand.
Das ukrainische Zentrum für Nationalen Widerstand warnt vor einer drohenden Umweltkatastrophe im Asowschen Meer: Die russische Besatzungsverwaltung bereite gemeinsam mit der Behörde Rosrybolovstvo einen großflächigen Quallenfang vor, hieß es.
Offiziell begründete russische Besatzungsverwaltung die Aktion mit der Sorge um Badestrände und die „Reisesaison“. Tatsächlich handle es sich nach Einschätzung des Zentrums jedoch um eine rein profitorientierte Maßnahme.
Quallen seien ein unverzichtbares Glied im marinen Gleichgewicht, so die Warnung: Sie kontrollierten die Planktonvermehrung und sicherten so den Sauerstoffgehalt des Wassers. Ein massiver Fang könnte eine unkontrollierte Algenblüte auslösen, den Sauerstoffgehalt drastisch absenken und die Fischbestände dezimieren.
Die Europäische Union (EU) will nach Fortschritten bei Reformen in der Ukraine in Kürze weitere Milliardenhilfen an das Land auszahlen. Es gehe um 2,5 bis 2,7 Milliarden Euro, teilte EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos am Donnerstagabend (Ortszeit) am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington mit. Das ukrainische Parlament habe in der vergangenen Woche die dafür notwendigen Gesetze verabschiedet. „Es gibt einen Ukraine-Plan, in dem 173 Reformen aufgeführt sind, die sie umsetzen müssen, und wenn sie diese erfüllen, können wir ihnen das Geld geben“, sagte Kos nach der Veranstaltung gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.