TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Völklingen (Saarland) – Erst war da nur dieser Knall. Kurz nach Mitternacht, als die Stadt schläft. Dann: Sirenen, Blaulicht, hektische Schritte in der Dunkelheit. Und am Ende bleibt eine Fußgängerunterführung zurück, die plötzlich wie ein Tatort aus einem Albtraum wirkt.
Vier Verletzte, ein Toter
Schreckliches Unglück in Völklingen (Saarland)! Gegen 0.15 Uhr in der Nacht zu Samstag gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein: Es habe einen lauten Knall im Bereich einer Unterführung zwischen den Straßen „In der Grät“ und „Im alten Brühl“ gegeben. Anrufer sprechen auch von einer Person, die um Hilfe schreit. Als Polizei und Rettungsdienst eintrafen, bot sich ihnen ein Bild, das selbst erfahrene Einsatzkräfte schlucken lässt. Vor Ort fanden die Helfer fünf Männer, vier waren schwer verletzt. Sie wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht – bei zwei von ihnen besteht Lebensgefahr. Für einen weiteren Mann kam jede Hilfe zu spät: Er starb noch am Einsatzort.

Die Polizei hat den Tunnel mit einem Sichtschutz abgesperrt. Ermittler suchen nach Spuren
Foto: Thorsten Kremers
Auslöser für die Explosion noch unklar
Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab, sicherte Spuren, ließ niemanden mehr durch. Wichtig für Anwohner: Nach Angaben der Ermittler besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Was die Explosion ausgelöst hat, ist bislang unklar. Ein Polizeisprecher zu BILD: „Die Staatsanwaltschaft übernimmt die weiteren Ermittlungen in dem Fall.“
Nach derzeitigem Stand gehen die Ermittler von einer herbeigeführten Explosion durch menschliches Handeln aus. Wodurch genau es zur Detonation kam – und wie sich die Minuten vor dem Knall abspielten – ist noch unklar. Ermittelt wird in alle Richtungen, sowohl ein Unfall als auch ein Verbrechen sind möglich. Die Sperrungen sollen wegen der Tatortaufnahme noch mehrere Stunden bestehen bleiben.