Deutschlands Trainer-Pionierin Marie-Louise Eta hat bei ihrem historischen Debüt für Union Berlin auch wegen ÖFB-Legionär Patrick Wimmer einen bitteren Dämpfer kassiert.
Im ersten Bundesliga-Spiel eines weiblichen Chefcoaches verloren die Eisernen gegen den schwer kriselnden VfL Wolfsburg mit 1:2 (0:1). Nach der Pleite muss sich Union im Abstiegskampf wieder ernsthaft nach unten orientieren, während der VfL nach langer Zeit Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt schöpfte.
Bei möglichem Titelgewinn: FC Bayern verzichtet auf spontane Meisterfeier
Wimmer-Traumtor leitet VfL-Auswärtssieg ein
ÖFB-Teamspieler Wimmer (11.) per Traumtor und Dzenan Pejcinovic (46.) brachten Union die Niederlage mit zwei schönen Distanzschüssen bei – und bescherten ihrem Trainer Dieter Hecking den ersten Dreier im fünften Anlauf. Wimmer streichelte den Ball nach einer ansehnlichen Kombination von der Strafraumkante mit dem Außenrist ins Netz. Eta hatte die zwei Österreicher Christopher Trimmel und Leopold Querfeld in der Startelf aufgeboten.
Die Berliner kamen durch Oliver Burke (86.) nur zum Anschluss und stehen nun sechs Punkte vor Relegationsrang 16, den der FC St. Pauli belegt. Die Wolfsburger auf Abstiegsrang 17 rückten durch den ersten Erfolg nach zwölf Spielen ohne Sieg bis auf zwei Punkte an die Kiezkicker heran.
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Die Berufung der U19-Trainerin Eta zur Nachfolgerin des am vorigen Wochenende entlassenen Steffen Baumgart hatte im Vorfeld überall in Europa hohe Wellen geschlagen.
Hoffenheim besiegt Dortmund dank Elfer-Doppelpack
Borussia Dortmund ist beim Endspurt in Richtung Champions League erneut gestolpert. Eine Woche nach der Niederlage gegen Bayer Leverkusen (0:1) verlor der BVB auch am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga 1:2 (0:1) bei der TSG Hoffenheim und deren Trainer Christian Ilzer. Durch die Niederlage des Tabellenzweiten kann Bayern München am Sonntag vorzeitig den Titelgewinn perfekt machen.
„Drücke die Daumen“: Kovac hofft auf Schalkes Bundesliga-Rückkehr
Andrej Kramarić traf zweimal per Handelfmeter (42./90.+8) für die Hoffenheimer. Diese melden sich nach zuvor vier Partien ohne Sieg im Kampf um den Einzug in Königsklasse zurück. Der BVB ging nach zehn Auswärtsspielen ohne Niederlage wieder als Verlierer in der Fremde vom Platz, der zwischenzeitliche Ausgleich durch den eingewechselten Serhou Guirassy (87.) war zu wenig.
Dem 1:0 ging eine äußerst unglückliche Aktion voraus. BVB-Verteidiger Niklas Süle rutschte weg, bekam den Ball im Strafraum an die Hand und schied verletzt aus. Von Schwarz-Gelb kam lange nichts, doch Serhou Guirassy bewies beim späten 1:1 (87.) einmal mehr seine Torgefahr.
Allerdings traf Kramaric noch einmal, weil Ryerson eine Flanke von Alexander Prass mit der Hand blockte. Marcel Sabitzer war beim BVB bis zur 71. Minute im Einsatz, Carney Chukwuemeka spielte erstmals in seiner Profikarriere durch. Nach der Niederlage des ersten Verfolgers reicht dem FC Bayern am Sonntag im Heimspiel gegen Stuttgart bereits ein Remis, um die 35. Meisterschaft zu fixieren.
Vier Tore, zweimal Rot: Werder gewinnt wildes Nordderby
Platzverweis für den HSV, drei Punkte für Grün-Weiß: Ausgerechnet im brisanten Nordderby gegen den Erzrivalen hat Werder Bremen den sehnsüchtig erwarteten Befreiungsschlag im Abstiegskampf gelandet. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune besiegte den Hamburger SV dank eines Doppelpacks von Jens Stage mit 3:1 (1:1). Bremen schloss nach Punkten zum ungeliebten Rivalen auf.
Zum Derbyhelden avancierte der Doppeltorschütze Stage. Der Däne traf in der ersten Halbzeit wunderschön per Kopf (37.). Dann erhöhte er im zweiten Abschnitt traumhaft aus rund 20 Metern unter die Latte mit dem Fuß (57.). Damit sorgte er für den ersten Bremer Heimsieg gegen die Hamburger seit über acht Jahren. Cameron Puertas erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:1 (90.+1).
In Bremen flogen am Ende Leuchtraketen in die Zuschauerränge und auf die Spieler von Bremen. Stage war mit zwei Toren der Matchwinner für die Truppe um Romano Schmid, der als einziger Österreicher in der Startelf stand, weil Marco Friedl gesperrt fehlte. Marco Grüll wurde später eingewechselt, der Langzeitverletzte Maximilian Wöber stand erstmals seit dem 20. Dezember wieder im Matchkader, kam aber nicht zu einem ersten Saisoneinsatz in der Liga.
Herber Dämpfer für Leverkusen gegen Augsburg
Bayer Leverkusen hat bei seiner Aufholjagd im Rennen um die Champions League einen heftigen Dämpfer kassiert. Gleichzeitig hat man die Generalprobe für den Pokal-Kracher gegen den FC Bayern verpatzt. Die Werkself von Trainer Kasper Hjulmand unterlag gegen den FC Augsburg, bei dem ÖFB-Teamstürmer Michael Gregoritsch erkrankt fehlte, vor heimischer Kulisse trotz klarer Überlegenheit mit 1:2 (1:1). Leverkusen verpasste es, die Konkurrenz unter Druck zu setzen.
Später Ausgleich: Köln hält St. Pauli auf Distanz
Die Führung von Patrik Schick (12.) reichte den Rheinländern auch aufgrund des überragenden FCA-Keepers Finn Dahmen nicht für den dritten Sieg in Serie. Stattdessen drehten Fabian Rieder (16.) und Fabian Rieder (90.+7, Foulelfmeter) das Spiel für Augsburg. Der Rückstand auf Tabellenplatz vier beträgt für Bayer dadurch weiter vier Zähler. RB Leipzig und der VfB Stuttgart können im Laufe des Wochenendes enteilen. Zudem kassierten die Leverkusener einen Rückschlag vor dem Halbfinale im DFB-Pokal am Mittwoch (ab 20:45 Uhr LIVE bei Sky!) gegen den euphorisierten FC Bayern.
(SID/Red./APA)
Beitragsbild: Imago.
