In einem ersten Schritt bewertet am 28. Februar bei „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026“ eine hochkarätig besetzte 20-köpfige internationale Jury aus Musikexpert:innen aus 20 ESC-Teilnehmerländern die neun Acts und wählt ihre drei aussichtsreichsten Favoriten. In einem zweiten Schritt entscheidet allein das Publikum,
welcher dieser drei Acts das begehrte Ticket für den ESC erhält und Deutschland im Mai beim Eurovision Song Contest in Wien vertreten wird.
William Lee Adams (Großbritannien)
2009 gründet er Wiwibloggs, heute der weltweit meistverfolgte unabhängige Eurovision-Blog und YouTube-Kanal mit über 235 Millionen Aufrufen. Seine Expertise führt ihn als Kommentator und Jurymitglied zu nationalen Auswahlshows in Länder wie Armenien, Finnland, Rumänien und Spanien. Darüber hinaus hat er 2020 einen Cameo-Aufritt als er selbst in Will Ferrells Netlix-Film „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“. Die niederländischen Medien bezeichnen ihn einmal als „den einflussreichsten Eurovision-Zuschauer der Welt“.
Annabelle (Tschechien)
Annabelle heißt eigentlich Anna Žitníková und ist eine Sängerin, Rapperin und Songwriterin aus Prag. Schon als Kind weiß sie, dass sie Sängerin werden will: Mit einem Baby-Mikrofon organisiert sie kleine Konzerte für ihre Familie und liebt es, sich auf der Bühne zu präsentieren. Nach der Schule studiert sie Musik in London. Dort tritt sie in Clubs auf, gründet ihre ersten Bands und arbeitet bei Universal Music als Assistentin. Diese Erfahrung bestärkt sie darin, Musik zu ihrem Beruf zu machen.
Margaret Berger (Norwegen)
2004 wird sie einem breiten Publikum bekannt, als sie bei „Idol“ teilnimmt, der norwegischen Version von „Deutschland sucht den Superstar“. Sie erreicht das Finale und belegt am Ende Platz zwei. Im selben Jahr veröffentlicht sie ihr Debütalbum „Chameleon“, das Platz vier der norwegischen Albumcharts erreicht. Nach einer Phase abseits des Rampenlichts, in der sie unter anderem als DJane arbeitet und beim norwegischen Radiosender NRK P3 beschäftigt ist, feiert Margaret Berger 2013 ein vielbeachtetes Comeback. Mit dem Song „I Feed You My Love“ gewinnt sie den norwegischen Vorentscheid Melodi Grand Prix und erreicht beim ESC in Malmö den vierten Platz. 2024 kehrt sie erneut zum Melodi Grand Prix zurück: Mit dem Titel „Oblivion“ qualifiziert sie sich für das Finale und belegt dort den siebten Platz. Ihr Comeback wird in der ESC-Community intensiv diskutiert und als eines der Highlights der norwegischen Saison 2024 wahrgenommen.
Christer Björkman (Schweden)
Christer Björkman gilt unter Eurovision-Fans als lebende Legende. Seit seiner frühen Kindheit ist er ein begeisterter Fan des Wettbewerbs. Als Gewinner des Melodifestivalen tritt er 1992 für Schweden beim ESC in Malmö an, wird am Ende aber nur Vorletzter. 1993 und 1999 nimmt er erneut am Melodifestivalen teil, landet aber beide Male auf dem letzten Platz. Seiner Begeisterung für den Wettbewerb tut das jedoch keinen Abbruch. Neben seiner Arbeit bei Melodifestivalen ist Christer Björkman eine Schlüsselfigur beim Eurovision Song Contest selbst. Er war langjähriger schwedischer Delegationsleiter und fungierte mehrfach als Show-Producer und Wettbewerbsproduzent.
Carla (Frankreich)
Ihren ersten großen öffentlichen Auftritt hat sie 2018 als Teilnehmerin der französischen Castingshow „The Voice Kids“. Dort erreicht sie das Finale und belegt den vierten Platz. 2019 wird sie von France Televisións ausgewählt, Frankreich beim Junior Eurovision Song Contest zu vertreten. Mit dem Pop-Titel „Bim bam toi“ landet die damals 13-jährige auf dem fünften Platz. Der Song geht anschließend viral und wird ein großer Hit auf TikTok. 2020 veröffentlicht Carla ihr Debütalbum „L’autre moi“. Neben ihrer Musikkarriere ist Carla auch im Fernsehen präsent: 2020 ist sie Co-Kommentatorin beim JESC, 2021 dann eine der drei Moderatorinnen beim JESC.
Wim Dehandschutter (Belgien)
Wim Dehandschutter beginnt seine journalistische Laufbahn in den frühen 2000er-Jahren. Er arbeitet zunächst beim belgischen Radiosender 4FM, bevor er längere Zeit als Journalist für die Tageszeitung Het Nieuwsblad tätig ist. In dieser Zeit etabliert er sich zunehmend als Fachmann für royale Themen.Neben seiner Arbeit als Königshaus-Experte berichtet Wim Dehandschutter für HLN regelmäßig über den ESC. Seit 2004 verfolgt er den Wettbewerb jährlich vor Ort und begleitet das Eurosong-Festival, den belgischen Vorentscheid. Er liefert aus erster Hand Berichte, Interviews und Analysen aus dem ESC-Geschehen. Bis 2018 war er zehn Jahre lang Mitglied des digitalen Eurovision-Teams der EBU.
Destiny (Malta)
Destiny Chukunyere, heute oft nur schlicht Destiny genannt, wird 2002 in Birkirkara auf Malta geboren. Ihre Mutter ist Malteserin, ihr Vater ein in Nigeria geborener ehemaliger Fußballprofi. Mit neun Jahren beginnt Destiny das Singen. In der Schule erkennt man ihr Talent. Sie nimmt an vielen Talent- und Gesangswettbewerben teil. 2013 holt sie den ersten Platz beim internationalen Musikfestival Sanremo Junior mit einer Coverversion von „Think“ ihres großen Vorbilds Aretha Franklin. Der Ruf als „Wunderkind“ ist ihr sicher. 2015 gewinnt die damals 13-jährige den Junior ESC in Sofia mit dem Song „Not My Soul“. Für den JESC-Sieg bekommen Destiny und ihr Team den maltesischen Verdienstorden verliehen. 2017 nimmt Destiny an der Casting-Show „Britain’s Got Talent“ teil. Auch hier kann sie mit „Think“ begeistern und kommt bis ins Halbfinale.2023 ist sie in der ersten Staffel von The Voice Kids Malta eine der Coaches.
Christian Ellegaard (Dänemark)
Christian Ellegaard hat Journalismus an der dänischen Medien- und Journalistenschule studiert und war Austauschstudent an der San Francisco State University. Seit er als Kind miterlebte, wie Dänemark und die Olsen Brothers im Jahr 2000 den Wettbewerb gewannen, ist er ein begeisterter Eurovision-Fan. Er verbindet seine Leidenschaft mit seinem Beruf und berichtete bislang neun Mal für den dänischen Rundfunk DR über den ESC, davon sieben Mal vor Ort in der Gastgeberstadt. Auch beim dänischen Vorentscheid Dansk Melodi Grand Prix ist er regelmäßig als Journalist dabei. Außerdem saß er mehrfach in der internationalen Expertenjury beim norwegischen Vorentscheid.
Gohar Gasparyan (Armenien)
Gohar Gasparyan wird 1985 in Jerewan geboren. Ihr Vater dient im Militär, ihre Mutter ist Französischlehrerin. Bereits mit 12 Jahren moderiert Gohar zwei Kindersendungen im armenischen Fernsehen. Ab 2003 arbeitet Gohar Gasparyan beim armenischen Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen (AMPTV). Dort moderiert und gestaltet sie zahlreiche Sendungen aus verschiedenen Genres – von Kultur- und Unterhaltungsformaten bis hin zu Talk- und Special-Shows. Aktuell moderiert sie die Sendungen „Armenian Superstar“ und „Got Talent Armenia“ beim privaten Sender Shant TV. Über ein Jahrzehnt war sie eine Schlüsselfigur für Armeniens ESC-Auftritt. Ab 2006 als Kommentatorin für Armeniens Übertragungen des ESC sowie des Junior ESC. 2011 als Moderatorin des JESC, der damals zum ersten Mal in Armenien stattfinden. 2010 – 2018 als Leiterin der armenischen ESC-Delegation. Auch nach dem Ende ihrer Rolle als Head of Delegation bleibt sie dem ESC weiterhin verbunden.
Luca Hänni (Schweiz)
Luca Hänni wird 1994 in Bern geboren. Er wächst in einer musikalischen Familie auf und beginnt schon in der Kindheit mit Schlagzeug-, später mit Klavier- und Gesangsunterricht. 2012 gewinnt er die neunte Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ – als erster Nicht-Deutscher und zugleich jüngster Sieger der Show. Neben seiner Karriere als Sänger ist er auch in vielen TV-Projekten präsent. Er gewinnt 2017 die RTL-Tanzshow „Dance Dance Dance“ und ist Kandidat bei „Let’s Dance“, wo er seine heutige Ehefrau, die Tänzerin Christina Luft, kennenlernt. 2019 vertritt er die Schweiz beim ESC in Tel Aviv mit dem Dance-Pop-Titel „She Got Me“. Im Finale erreicht er Platz 4!
Anca Lupes (Rumänien)
Anca Lupes beginnt ihre Karriere Anfang der 1990er Jahre als Musikjournalistin. Heute ist sie eine der wichtigsten Stimmen der professionellen Musikindustrie in Rumänien. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in nahezu allen Bereichen des Musikgeschäfts, darunter Medienarbeit, Radio und Fernsehen, Konzertorganisation, Plattenfirmen sowie Künstler- und Projektmanagement. Bereits früh setzt sie sich dafür ein, Wissen über das Musikbusiness zu vermitteln und nachhaltige Strukturen für Künstlerinnen und Künstler aufzubauen. In ihrer Rolle als Präsidentin der Organisation RAW Music sowie als Executive Director des Verbands INDIERO – dem Zusammenschluss unabhängiger rumänischer Labels und Musikverlage – engagiert sich Anca Lupeș für die Vernetzung der rumänischen Musikindustrie mit europäischen und internationalen Märkten.
Catherine Nothum (Luxemburg)
Catherine Nothum war fünf Jahre lang eine der bekanntesten Moderatorinnen und Radioproduzentinnen bei Eldoradio, einem der führenden Hit-Radio-Sender in Luxemburg, der vor allem auf Pop- und Chartmusik setzt. Dort gehört sie zum Programmteam, moderiert verschiedene Sendungen, produziert Inhalte für die junge Zielgruppe und leitet den Bereich Social Media. Seit 2025 ist sie als Produzentin beim luxemburgischen öffentlich-rechtlichen Radiosender 100,7 beschäftigt. Dort entwickelt sie neue digitale Angebote und Formate für Hörer zwischen 15 und 25 Jahren.
Alex Panayi (Zypern)
Alex Panayi wird 1970 in Nikosia geboren und wächst in einer musikalischen Familie auf. Sein Vater ist Gründer des ersten Sinfonieorchesters von Zypern, seine Mutter eine gefeierte Pianistin. Sein Studium absolviert er am Berklee College of Music in Boston, wo er u. a. mit Größen wie Billy Joel und The Manhattan Transfer arbeitet. Nach seinen Aufritten als Sänger entwickelt sich Alex Panayi zu einem der gefragtesten Vocal Coaches und musikalischen Leiter im ESC-Kosmos. Er ist Vocal Director und Hintergrundsänger für mehrere legendäre ESC-Beiträge wie „My Number One“ (Gewinner 2005 für Griechenland mit Elena Paparizou) und „This Is Our Night“ (2009 für Griechenland mit Sakis Rouvas). Neben dem ESC hat sich Alex Panayi als Komponist, Produzent und Musical-Schöpfer etabliert. Er gründete die Produktionsfirma Silver Spotlight, entwickelt Theaterproduktionen und komponierte Werke wie das EU-Jubiläumslied „You Are Not Alone“ für junge Sänger aus allen EU-Mitgliedsstaaten. Als Vocal Coach tritt er regelmäßig in TV-Formaten wie X-Factor oder Rising Star auf.
Diletta Parlangeli (Italien)
Die Journalistin und Moderatorin Diletta Parlangeli ist vor allem durch ihre Tätigkeit für die RAI, Italiens öffentlich-rechtlichen Rundfunk, bekannt. Aufgewachsen ist sie in Florenz. 2008 zieht sie nach Rom. Dort arbeitet sie zunächst als Journalistin für verschiedene nationale Tageszeitungen und Onlinemedien. Gemeinsam mit Matteo Osso kommentiert sie seit 2023 die ESC Live-Übertragung für Rai Radio 2. Sie analysiert und begleitet das größte Musikevent Europas und macht den ESC für das italienische Publikum auf Radio und digitalen Kanälen erlebbar.
Ruslana (Ukraine)
Ruslana Lyzhychko, besser bekannt als Ruslana, wird 1973 in Lemberg geboren. Sie studiert an der Lemberger Musikakademie Gesang und Komposition und absolviert später ein Aufbaustudium an der Kiewer Universität, wo sie sich auf Kulturmanagement, Theater- und Bühnentechnik konzentriert. 2004 gelingt ihr der internationale Durchbruch beim ESC in Istanbul, wo sie mit dem Lied „Wild Dances“ antritt. Sie holt den ersten ESC-Sieg für die Ukraine. Der Song wird zu einem internationalen Hit. Neben ihrer Musik engagiert sich Ruslana politisch und gesellschaftlich. Sie nutzt ihre internationale Bekanntheit, um weltweit auf die Situation in der Ukraine aufmerksam zu machen. Sie nimmt regelmäßig an Benefizkonzerten und Veranstaltungen teil, um Spenden für ihr Heimatland zu sammeln.
Sanni (Finnland)
Sanni Mari Elina Kurkisuo, bekannt als Sanni, wird 1993 in Lohja geboren und gehört zu den erfolgreichsten Pop-Künstlerinnen Finnlands. Sie interessiert sich früh für Musik, nimmt mit fünf Jahren Geigenunterricht, später lernt sie Gitarre und gründet als Teenager eine Pop- Punkband. Neben ihrer Musik ist Sanni auch als Jurorin und Coach in der TV-Show „The Voice of Finland“ dabei. Den ESC verfolgt sie bereits als Teenager im Fernsehen. 2025 moderierte sie zusammen mit Jasmin Beloued den finnischen Vorentscheid „Uuden Musiikin Kilpailu“ (UMK).
Karl-Erik Taukar (Estland)
Karl-Erik Taukar, geboren 1989 in Viljandi, ist Sänger, Bassgitarrist und Fernsehmoderator. Er zählt zu den populärsten und bekanntesten Entertainern Estlands. Als Kind singt er in einem renommierten Knabenchor in Tallinn, seine erste Band gründet er in der 8. Klasse mit Schulfreunden. Später studiert er Journalismus und ist vor seiner Solokarriere als Bassist in verschiedenen Bands aktiv. 2015 nimmt er am estnischen ESC-Vorentscheid „Eesti Laul“ teil, scheidet aber im Halbfinale aus. Er wird mit insgesamt sechs Estonian Music Awards ausgezeichnet, darunter als männlicher Künstler des Jahres und für das beste Pop-Album.
Thomas Thurner (Österreich)
Thomas Thurner wächst in Klagenfurt auf und beginnt schon während der Schulzeit mit Musik zu experimentieren. Nach einem Audio-Studium in Salzburg arbeitet er als Produzent und Songwriter in Berlin. Er produziert für Künstler wie Lena Meyer-Landrut und Becks und arbeitete schon mit Malik Harris und Conchita Wurst zusammen. Als Mitkomponist und Produzent trägt Thomas Thurner entscheidend zur klanglichen Gestaltung des Siegertitels bei: Er wirkt nicht nur an der Melodie mit, sondern spielt auch Instrumente wie Piano, Synthesizer und Drums ein. Beim Eurovision Song Contest 2025 in Basel gewinnt „Wasted Love“ mit 436 Punkten und bringt damit Österreich seinen dritten ESC-Titel nach 1966 (Udo Jürgens „Merci Chérie“) und 2014 (Conchita Wurst „Rise like a Phoenix“)
Vaidotas Valiukevičius (Litauen)
Vaidotas Valiukevičius ist Sänger, Songwriter, Model und Schauspieler. 2014 gründet er gemeinsam mit Robertas Baranauskas und Mantas Banišauskas die Band The Roop. Alle drei bringen jede Menge musikalisches Know-how mit, ihren Stil beschreiben sie als Mischung zwischen Pop-Rock und Elektro-Pop. 2021 tritt die Band dann beim ESC in Rotterdam an und erreicht mit dem Song „Discoteque“ den 8. Platz im Finale, eines der besten Ergebnisse Litauens in der Geschichte des Wettbewerbs. Bei den ESC-Fans ist Vaidotas auch wegen seines eigenwilligen Tanzstils beliebt. Seine Bewegungen werden nachgeahmt, in GIFs und TikToks gefeiert und live bei ESC-Treffen enthusiasWsch aufgeführt – wodurch er zu einer echten Kultfigur in der Community wurde.
Roxie Węgiel (Polen)
Roxie Węgiel, bürgerlich Roksana Węgiel, wird 2005 in Jasło geboren. Sie zählt zu den bekanntesten jungen Popkünstlerinnen Polens. Mit acht Jahren geht sie mit Freunden zu einem Karaoke-Abend. Das inspiriert sie, Gesangsunterricht zu nehmen und weckt ihre Liebe zur Musik. Mit zwölf bewirbt sie sich für die erste Staffel von „The Voice Kids“ in Polen – die sie gewinnt. Beim Junior ESC 2019 moderierte Roxie an der Seite von Ida Nowakowska und Aleksander Sikora. Bei den MTV Music Awards 2019 gewinnt sie den Preis als Best Polish Act. 2024 nimmt sie an der polnischen Version von „Dancing with the Stars“ teil und belegt im Finale den zweiten Platz. Besonders auf Instagram hat sie sich eine riesige Fanbasis aufgebaut: Über 1,5 Millionen Menschen folgen ihrem offiziellen Account, auf TikTok hat sie 1,7 Millionen Follower. Diese große Online-Reichweite macht Roxie in Polen auch zu einer gefragten Influencerin.