„Der Gesamtgewinn von 19 führenden Autokonzernen weltweit schrumpfte 2025 um 59 Prozent“, lautete dieser Tage die Meldung. Mich wundert das nicht. Und ich bin nicht allein damit. Denn nicht wenige meiner Bekannten kutschieren mit angejahrten Karossen herum und wären durchaus bereit, sich ein neues, umweltverträgliches Gefährt zuzulegen. Schließlich will man ja etwas gegen die Klimakatastrophe tun und, sofern man am Land lebt und eine Solaranlage am Dach hat, aus eigener Stromproduktion tanken.

Aber leider beginnt es schon damit, dass man sich die Kennzahlen, auf die es ankommt, zusammensuchen muss. So hymnisch die Beschreibung eines neuen Modells auch ausfällt, der Preis steht irgendwo verschlüsselt unter verschiedenen Bedingungen und Modalitäten, sodass einem oft nur eine Schätzung bleibt.

Noch schlimmer ist es bei der technischen Seite der Elektromobilität, bei der sich die Industrie Dinge erlaubt, die bei einem Benziner undenkbar wären. Nämlich fahr- und wetterbedingte Schätzwerte anzugeben, sodass man nur davon träumen, aber nicht sicher sein kann, verlässlich nach Salzburg und zurück oder an die Adria zu kommen. Und das alles im Rahmen eines Stromtankstellennetzes, für das man das Internet braucht.

Ebenso erfordert die Berechnung der Einsparungen bei im Verhältnis zu Benzinern meist teureren Hybridautos gehobene Rechenkünste. Wie auch die an sich ideal auf die realen Fahrverhältnisse abgestimmten Plug-in-Hybrid-Modelle meist die finanziellen Kapazitäten des Normalbürgers überschreiten.

Nicht zu vergessen die Schauergeschichten, unter welchen Bedingungen Kobalt gewonnen wird, dass das Recyceln von Batterien noch längst nicht Standard ist und angeblich der nachhaltigste Nutzen für die Umwelt und somit auch für das Haushaltsbudget darin besteht, noch lange das alte Auto zu fahren.

Wenn solches viele genug denken: dann siehe oben!

Alois Schöpf ist Schriftsteller, Journalist und seit vielen Jahren Kolumnist der TT.