Nach dem 1:1-Remis im 349. Wiener Derby geht es für den SK Rapid ohne Verschnaufpause weiter: die entscheidende Phase der Bundesliga-Saison 2025/26 ist längst angebrochen. Am Sonntag wartet mit dem TSV Egger Glas Hartberg (14:30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) das letzte Spiel der ersten Hälfte im Finaldurchgang, nur wenige Tage später steht bereits das direkte Rückspiel an. Die Ausgangslage ist eng, jeder Punkt kann die Tabelle spürbar verschieben. 

SK Rapid muss gegen Hartberg „variabler“ werden

Hartberg bringt dabei ein Profil mit, das Rapid zuletzt immer wieder Probleme bereitet hat. Die Steirer verteidigen kompakt, lassen wenig klare Chancen zu und haben seit Jahresbeginn lediglich fünf Gegentore kassiert. Diese Stabilität ist kein Zufall: In den letzten 18 Runden gingen sie nur dreimal als Verlierer vom Platz, gleichzeitig endete mehr als die Hälfte ihrer Spiele remis. 

„Hartberg ist sehr konsistent. Jeder weiß, was er zu tun hat, sie weichen davon nur selten ab. Wir müssen Waffen finden, um stärker zu Chancen zu kommen. Wir müssen variabler werden“, weiß SK Rapid-Coach Johannes Hoff-Thorup.

Für die Hütteldorfer spricht dennoch die Auswärtsbilanz: Sechs Siege bei nur drei Niederlagen zeigen, dass man auch auswärts die nötigen Ergebnisse einfahren kann. Auch das letzte „Auswärtsspiel“ im August wurde gewonnen (1:0), wobei dieses damals in der Südstadt ausgetragen wurde. Generell sind die Duelle aber ausgeglichen – fünf Siege auf jeder Seite in den letzten elf Ligaspielen sprechen eine klare Sprache.

Tiefer Block wartet auf Rapid

Interessant: In den letzten drei direkten Duellen erzielte Rapid jeweils genau ein Tor. Das passt zum Spielcharakter: viele enge Partien, wenig Raum, oft Kleinigkeiten entscheidend. Genau darauf wird es auch diesmal hinauslaufen. Rapid muss Lösungen gegen einen tiefen, gut organisierten Block finden.

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Fotocredit: Josef Parak