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Melbourne (Australien) – Die australische Schauspielerin Ruby Rose (40) erhebt schwere Vorwürfe gegen Popstar Katy Perry (41). In den sozialen Netzwerken behauptet sie, Perry habe ihr gegenüber sexuelle Übergriffe begangen. Der mutmaßliche Vorfall soll sich bereits im Jahr 2010 ereignet haben. Doch Rose hat über diese Nacht schon früher gesprochen – damals aber ganz anders.
2011 schrieb Rose einen Artikel für das australische Portal „news.com.au.“ Darin schilderte sie eine wilde Partynacht im Melbourner Nachtclub „Spice Market“ – offenbar dieselbe Nacht, um die es auch jetzt geht.

Eine Passage aus Roses Bericht über die Nacht
Foto: news.com.au
So schilderte Ruby Rose die Nacht 2011
Nach einer selbst auferlegten Alkoholpause habe sie damals wieder getrunken und dabei die Kontrolle verloren. Sie habe sich übergeben – auf Katy Perrys Schuhe! Und weiter: „Bevor Sie voreilige Schlüsse ziehen: Es ist nichts Schreckliches passiert.“
So beschrieb Ruby Rose 2011 die Partynacht mit der Sängerin. Was sie damals jedoch noch nicht schilderte: die Tat, die sie der Sängerin jetzt vorwirft. Denn: Heute zeichnet die Schauspielerin ein völlig anderes Bild der Nacht.
Die Vorwürfe 2026
In einem Instagram-Post im April 2026 schreibt sie über Perry: „Sie sah mich, wie ich mich auf dem Schoß meiner besten Freundin ausruhte, um ihr aus dem Weg zu gehen, beugte sich hinunter, zog ihre Unterwäsche zur Seite und rieb ihre widerliche Vagina an meinem Gesicht, bis ich die Augen aufriss und mich schwallartig auf sie übergab.“ Sie behauptet auch, Fotos vom Abend und mehrere Zeugen zu haben.
Katy Perrys Team kontert scharf: Die neuen Vorwürfe seien „gefährliche, rücksichtlose Lügen“, heißt es gegenüber US-Medien. Zudem verweisen die Sprecher darauf, dass Ruby Rose schon früher Anschuldigungen erhoben habe, die von den Betroffenen stets zurückgewiesen wurden.

Die Vorwürfe gegen Katy Perry tauchten auf, als Ruby Rose auf einen Beitrag zur Sängerin reagierte – und dann weiter ins Detail ging
Foto: Gene J. Puskar/AP/dpa
Warum Ruby Rose lange nicht darüber sprach
Rose erklärt heute, sie habe den Vorfall damals bewusst heruntergespielt. Der Grund: Sie habe nicht gewusst, wie sie damit umgehen sollte – und außerdem habe Perry ihr bei einem US-Visum geholfen. Das habe sie nicht gefährden wollen.
Heute sehe sie das anders: „Ich bin jetzt 40. Es hat fast zwei Jahrzehnte gedauert, bis ich das öffentlich sagen konnte. Ich bin unendlich dankbar, dass ich so lange durchgehalten habe, um meine Stimme zu finden. Es zeigt aber auch, wie sehr Trauma und sexuelle Gewalt einen prägen“, schreibt Rose. Die Polizei in Melbourne ermittelt derzeit.