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London – Mit EasyJet sollte es von England nach Spanien gehen, doch für fünf Passagiere endete die Flugreise schon vor dem Start. Sie mussten aussteigen, weil der Flieger zu schwer war.

Panne beim Direktflug U27008 von London-Southend nach Malaga am 11. April um 8.40 Uhr britischer Zeit! Laut Medienberichten machte der Kapitän des Airbus kurz vor dem Take-Off eine Durchsage: Die Maschine habe das Maximalgewicht für die Startbahn überschritten, sechs Gäste müssten wieder aussteigen. Sollten sich keine Freiwilligen finden, würde das gesamte Gepäck zurückgelassen.

Fluggast: „Es war bizarr“

Wie es heißt, seien die Passagiere fassungslos gewesen und hätten erst einen Witz vermutet. Carly Mowbray sagte der Zeitung „Your Southend“, es hätte noch eine dritte Option gegeben: „Wir fliegen nirgendwo hin. Wir hatten 30 Minuten Zeit, um das Problem zu lösen.“ Kurios: Zu diesem Zeitpunkt seien bereits 10 Plätze im Flugzeug gar nicht besetzt gewesen. Schließlich fanden sich aber fünf Personen, die auf alternative Flüge umstiegen – und deren gemeinsames Gewicht war ausreichend. „Die ausgestiegenen Passagiere wurden von uns Zurückgebliebenen mit Applaus verabschiedet“, so Mowbray weiter. „Es war bizarr. So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Mit 20 Minuten Verspätung konnte der Airbus schließlich abheben.

Mehr zum ThemaPassagiere erhalten Entschädigung

In einer Erklärung gab die Billig-Airline EasyJet an, dass „das Flugzeug die Gewichtsbeschränkungen für die Wetterbedingungen und die kurze Startbahnlänge überschritten hatte“. Den fünf Kunden wurde der kostenlose Transport von Essex zum Flughafen Gatwick angeboten. Von dort ging noch am selben Tag ein Flug nach Málaga.

Zudem wurde ihnen eine Entschädigung zugesprochen. Wie hoch diese ist, wurde nicht bekannt. Aber laut den Richtlinien der britischen Zivilluftfahrtbehörde haben Passagiere bei der Annullierung von Flugreisen dieser Art Anspruch auf eine Entschädigung zwischen 175 und 350 Pfund, das entspricht etwa 200 bis 400 Euro.