Zum Abschluss der 27. Bundesliga-Runde duellierten sich in der Linzer Raiffeisen-Arena der LASK und SK Sturm Graz. Die Linzer mussten sich trotz drückender Überlegenheit mit einem 1:1-Remis begnügen und verpassten damit knapp den Sprung an die Tabellenspitze. Otar Kiteishvili hatte den amtierenden Meister in der 10. Minute mit einem umstrittenen Elfmeter in Führung geschossen. Sasa Kalajdzic belohnte den LASK in Minute 68 für die intensiven Offensivbemühungen. Am Mittwoch kommt es in Graz zum „Retourmatch“.

Strittiger Elfmeter bringt die Grazer im Topspiel früh in Front
Bereits in der 6. Minute wurde es im Spitzenspiel der 27. Runde erstmals richtig brenzlig: Nach einem Foul von Coulibaly an Fosso zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, der VAR bestätigte die umstrittene Entscheidung von Walter Altmann. Otar Kiteishvili übernahm Verantwortung und verwandelte in der 10. Minute souverän zum 0:1.
Was danach folgte, war kein typisches „Führung verwalten“, sondern eine Phase, in der der LASK massiv reagierte. In der 20. Minute ließ Adeniran zunächst Khudyakov aussteigen, scheiterte aber aus spitzem Winkel erneut am Sturm-Keeper . Der Abpraller landete bei Jörgensen, der per Seitfallzieher nur die Latte traf und nicht das Tor des Jahres erzielte.
Kurz darauf war wieder Adeniran durch, erneut blieb Khudiakov Sieger. Dann meldete sich Sturm wieder: Vallci verzog in der 27. Minute knapp, ehe auf der Gegenseite die nächste Großchance folgte – Usor setzte einen Volley nach starker Kombination in der 28. Minute über das Tor.
Die Linzer blieben dran, fast schon überhastet: In der 32. Minute setzte Adeniran einen Seitfallzieher zu hoch, in der 35. Minute wurde ein möglicher Strafstoß nach Laufduell nicht gegeben. Der LASK kam also immer wieder in gute Abschlusspositionen, aber oft fehlte die Ruhe.
Richtung Pause nahm die Frequenz an Chancen sogar noch zu. In der 40. Minute zog Kalajdzic nach Ablage von Adeniran knapp vorbei, ehe es in der Nachspielzeit nochmal richtig eng wurde: In der 45.+3 Minute verpasste Adeniran per Kopf das kurze Eck nur hauchdünn.
LASK erdrückt Sturm, kann aber nicht gewinnen
Der zweite Durchgang gehört klar dem LASK, der nach der Pause sofort das Kommando übernahm und Sturm praktisch dauerhaft in die eigene Hälfte drückte. Der amtierende Meister kam kaum mehr zu Entlastung, verlor früh die Kontrolle im Mittelfeld und konnte sich nur noch über defensive Arbeit im Spiel halten.
Schon in den ersten Minuten häuften sich die Aktionen der Linzer: Jörgensen und Adeniran sorgten über rechts und im Strafraum für permanente Gefahr, dazu kamen geblockte Abschlüsse und ein Lattenkopfball. Sturm wurde zunehmend eingeschnürt, fand offensiv kaum noch statt und reagierte fast nur noch.
Der Ausgleich in der 68. Minute durch Kalajdzic war die logische Folge dieser drückend überlegenen Vorstellung: Der baumlange Stürmer schraubte sich bei einer Flanke von Bello hoch, stützte sich dabei leicht bei Koller auf und netzte sauber ein – 1:1 (68.).
Die Linzer spielten mit dem Rückenwind weiter mutig und rasant nach vorne, liesen den Grazern kaum Luft zum Durchschnaufen. Schlussendlich zitterten die Grazer das Unentschieden über die Zeit und konnten am Ende mehr als glücklich sein, dass man als Tabellenführer zurück nach Graz fahren darf.
LASK – SK Sturm Graz 1:1 (0:1)
Sonntag, 19.04.2026 (17:00 Uhr); Raiffeisen-Arena, Linz; SR Walter Altmann
LASK: Jungwirth; Cissé, Alemao, Andrade; Jörgensen, Coulibaly (65./Bello), Horvath, Bogarde; Usor (86./Lang), Kalajdzic, Adeniran; Trainer: Didi Kühbauer.
Sturm: Khudyakov; Vallci, Mitchell (49./Geyrhofer), Koller; Hödl (70./Malic), Gorenc Stankovic, Fosso, Gazibegovic (80./Karic); Kiteishvili, Jatta, Malone (70./Mamageishvili); Trainer: Fabio Ingolitsch.
Tore: Kalajdzic (68.) bzw. Kiteishvili (10./Elfmeter)
Gelbe Karten: Keine bzw. Hödl (im nächsten Spiel gesperrt), Vallci, Khudyakov
Fotocredit: Harald Dostal/www.sport-bilder.at