Finn Dahmen jubelt über den späten Augsburger Siegtreffer

Stand: 20.04.2026 • 00:00 Uhr

In der Fußball-Bundesliga hat der FC Augsburg drei Punkte von Bayer Leverkusen entführt. Für den 2:1 (1:1)-Sieg beim Champions-League-Aspiranten konnte sich der FCA bei Torhüter Finn Dahmen und Doppelpacker Fabian Rieder bedanken.


Julian Tilders

Am Samstag köpfte Patrik Schick die Hausherren in Führung (12. Minute), Augsburgs Rieder glich aber kurz danach aus (15.). In der 90.+7 Minute verwandelte er noch einen Foulelfmeter und sorgte für Jubel beim FCA, der aus elf Torschüssen das Maximum rausholte. Fast schon absurde 36 Torschüsse der Leverkusener – ein ligaweiter Saisonrekord – reichten B04 indes nicht für Zählbares.


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„Das ist brutal. Das passiert nicht oft im Fußball“, sagte Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand. „Es ist frustrierend, nicht mehr Tore zu schießen in so einem Spiel.“

Leverkusen (52 Punkte) erleidet einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze. Augsburg hat nun 36 Zähler und kann den Klassenerhalt damit fast schon eintüten.

„Wir hatten einen richtig guten Torhüter“, ordnete Augsburgs Coach Manuel Baum das Geschehen ein – und freute sich über den fast sicheren Verbleib in der Bundesliga. „Statistisch ist davon auszugehen, dass wir durch sind. Nun wollen wir das Maximale aus der Saison rausholen.“

Leverkusens Schick veredelt Tapsobas Flanke aus dem Halbfeld

Die Werkself kam früh zu einer Topchance für Ibrahim Maza. Augsburgs Arthur Chaves servierte ihm den Ball im Strafraum unfreiwillig auf dem Silbertablett. Doch FCA-Torwart Finn Dahmen riss die Fäuste hoch, bestand die erste Prüfung (2.).

In der Folge hatte B04 über 75 Prozent der Ballbesitzanteile. Der FCA war bemüht, den Sechzehner hermetisch abzuriegeln. Das gelang meistens – hinderte Leverkusen aber nicht am verdienten Führungstreffer. Denn B04-Verteidiger Edmond Tapsoba flankte einfach mal aus dem Halbfeld und fand Schick, der einköpfte.

Ausgleich per Distanzschuss macht Augsburg Mut

Diese Führung hielt aber nur drei Minuten. Nach einem Eckstoß und einer Faustabwehr von Leverkusens Torhüter Mark Flekken legte Cedric Zesiger am Sechzehner quer zu Rieder, dessen Distanzschuss von Loic Bade unhaltbar abgefälscht wurde. Erster Torschuss, erstes Tor.

Damit hatten die Augsburger die Hausherren überrumpelt. Leverkusen bekam danach im Abwehrdrittel selbst Probleme, die Räume eng zu machen. Augsburg erspielte sich vielversprechende Situationen, spielte sie aber nicht konsequent zu Ende.

Schiri Brand lässt sich von Leverkusens Tella nicht verschaukeln

Der FCA rückte auf, bot dadurch aber Leverkusen Räume an. Torwart Dahmen musste zwei dicke Doppelchancen vereiteln: Tapsoba und Bade (30.) scheiterten nacheinander am Augsburger Torhüter, genau wie Tella und Schick vor der Pause (45.).

Zwischendurch hatte außerdem Tella versucht, gegen Chaves einzufädeln und einen Elfmeter zu schinden (34.). Schiedsrichter Benjamin Brand war das zu wenig, er richtete deutliche Worte an Tella, verwarnte ihn aber nicht. Kurz vor der Pause trat auch Augsburg wieder offensiv in Erscheinung, erneut durch Rieder – dessen strammer Schuss zischte knapp am Tor vorbei (43.).

FCA-Torhüter Dahmen fischt Schuss um Schuss raus

Der FCA kam dann mutig aus der Kabine, Rodrigo Ribeiro dribbelte flink und zog ab. Flekken war blitzschnell unten (51.). Das blieb allerdings der letzte Augsburger Torschuss bis zur Schlussphase.

Danach musste wieder Dahmen ran. Der 28-Jährige, der zuletzt von Bundestrainer Julian Nagelsmann als DFB-Torwart nachnominiert worden war, parierte schmerzhaft mit dem Gesicht gegen Tella (56.) und am Fünfer gegen Maza (59.). Zur Stundenmarke hatte Dahmen sieben Torschüsse pariert, den persönlichen Rekord egalisiert – und er stellte mit neun Paraden bis zum Ende noch eine neue Bestmarke auf.

Kein Handelfmeter für B04, aber Foulelfmeter für FCA

Denn anschließend fand Aleix Garcias Freistoßflanke Tapsoba, wieder war Dahmen auf dem Posten (73.). Der FCA-Torwart schien dann nach einer Eckenvariante geschlagen, Tella verpasste beim Querpass aber den Ball – weil Dahmen mit den Fingerspitzen noch die Flugbahn geändert hatte (74.).

Dahmen wurde die Aufgabe erspart, einen Strafstoß halten zu müssen. Denn ein zunächst gegebener Handelfmeter wurde nach VAR-Intervention zurückgenommen. Eine vertretbare Entscheidung, Zesiger hatte den Arm nah am Körper angelegt (86.).

Stattdessen kam es in der siebten Minute der Nachspielzeit zum großen Coup: Augsburgs Uchenna Ogundu wurde von Leverkusens Montrell Culbreath im Strafraum ungeschickt gefällt. Rieder verwandelte den Elfmeter. Dahmen hielt ganz zum Schluss den Sieg nach einem letzten Versuch von Leverkusens Christian Kofane fest (90.+9).

Leverkusen in Köln, Augsburg empfängt Frankfurt

Bayer 04 muss zunächst eine schwierige Aufgabe im DFB-Pokal-Halbfinale (Mittwoch, 20.45 Uhr) gegen Bayern München lösen. Am Samstag (15.30 Uhr) hat Leverkusen dann eine kurze Anreise – die Werkself gastiert beim 1. FC Köln. Augsburg empfängt zur selben Zeit Frankfurt.


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