Nachdem Spitzenreiter Austria Lustenau und Verfolger FAC am Freitag „zu-Null“-Heimsiege feierten, galt es im finalen Spiel der 26. Runde der 2. Liga-Saison 2025/26 am Sonntagmorgen für den weiteren Aufstiegskandidaten SKN St. Pölten nachzulegen, um sich zugleich für die 0:3-Niederlage im Spitzenspiel in Lustenau zu rehabilitieren. Mit dem FC Liefering kam ein Gegner, der sich wiederholt als Favoritenschreck bewiesen hat und jüngst mit 3:1 den Floridsdorfern die erste Auswärtsniederlage zufügte. Auch das Hinspiel gegen den SKN gewannen die Jungbullen mit 3:1 und rangen heute dem Favoriten ein 0:0-Remis ab.

Jakob Zangerl punktete mit dem FC Liefering erneut gegen Aufstiegs-Kandidat und Wintermeister SKN St. Pölten. Nach dem 3:1-Heimsieg im Hinspiel rangen die Jungbullen dem besten Heimteam der 2. Liga-Saison 2025/26 heute ein Remis ab.

Aluminiumtreffer von SKN-Stürmer Hausjell

Die Partie unter Leitung von Schiedsrichter Matthias Gächter begann ohne große Höhepunkte. Beide Teams neutralisierten sich zunächst im Mittelfeld. Der FC Liefering hatte durch Valentin Sulzbacher die erste Möglichkeit, dessen Schuss jedoch vom St. Pöltner Torhüter Christopher Knett entschärft wurde. Der SKN kam in der 38. Minute zu seiner ersten großen Chance, als Toptorjäger Marco Hausjell nach einem schnellen Angriff den Ball an die Querlatte setzte.

Auf der anderen Seite vergab Liefering kurz vor der Pause eine Großchance nach einem Eckball, als Sulzbacher per Kopfball erneut in Keeper Knett seinen Meister fand. Die erste Halbzeit endete somit ohne Tore, obwohl beide Teams immer wieder gefährliche Aktionen hervorriefen.

Zweite Halbzeit: Intensität und verpasste Gelegenheiten

Die zweite Halbzeit knüpfte nahtlos an die erste an, mit wenigen spielerischen Highlights und vielen Unterbrechungen. Die Gastgeber hatten in der 65. Minute durch Perovic eine hervorragende Möglichkeit, doch der 19-jährige Mittelstürmer aus Montenegro scheiterte am Lieferinger Schlussmann Zawieschitzky. In der 71. Minute vergaben die Jungbullen ihrerseits die Führungschance.

Die Schlussviertelstunde lebt von der Spannung. Die Partie war weiterhin geprägt von hoher Intensität und packenden Zweikämpfen. Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball, doch echte Torgelegenheiten blieben Mangelware. In der Nachspielzeit sorgte eine kontroverse Szene für Aufregung: Ein Handspiel eines St. Pöltner Verteidigers im eigenen Strafraum wurde vom Unparteiischen nicht geahndet, was zu Protesten seitens der Lieferinger führte. Letztlich blieb es beim torlosen Unentschieden.

Das 0:0 spiegelt ein Spiel wider, in dem der Einsatz stimmte, jedoch die Offensivkraft beider Teams zu wünschen übrig ließ. Wie Vizemeister Admira am Freitag gegen die Vienna, hatte sich somit mit dem SKN St. Pölten ein zweiter Aufstiegskandidat in dieser Runde mit einem 0:0 zu begnügen. Die Wölfe (45 Punkte) verlieren somit zwei Punkte auf Spitzenreiter SC Austria Lustenau (47).

Der FC Liefering bleibt auf Rang sieben und empfängt am kommenden Freitag Tabellennachbar Young Violets (6. Platz) in der Red Bull Arena in Wals-Siezenheim. Der SKN gastiert auf der Hohen Warte beim Tabellenachten First Vienna FC 1894.

„Wir haben die fußballerisch beste Mannschaft phasenweise echt gut bespielt“

FC Liefering-Cheftrainer Danny Galm: 

„Ich bin zufrieden, auch damit, wie intensiv wir unterwegs waren. Wir haben die fußballerisch beste Mannschaft phasenweise echt gut bespielt. Natürlich mussten wir auch Chancen zulassen – bei dem Lattenschuss hatten wir Glück –, ansonsten haben wir es wirklich sehr gut verteidigt. Und dann hätte ich mir gewünscht, weil ich das Gefühl hatte, dass St. Pölten am Taumeln war, dass wir den Lucky Punch setzen.

Fehler sind menschlich, leider hat der Schiedsrichter heute einen gemacht. Am Ende müssen wir uns mit dieser Entscheidung aber nicht lange aufhalten, weil wir vorher schon Chancen hatten. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, ich will aber, dass wir in Zukunft zwei, drei Tore aus unseren Gelegenheiten machen und das Spiel schon vorzeitig entscheiden.“

SKN St. Pölten: Knett – Altersberger, Skogen, Borkovic (69. Celic), Carlson (K), Halmich – Messerer, Stendera, Hausjell (69. Barlov) – Perovic (77. Gschweidl), Amoah (57. Ferstl). Trainer: Cem Sekerlioglu.

FC Liefering: Zawieschitzky – Trummer (86. Hussauf), Zabransky, Brandtner, Zangerl – Sulzbacher, Moser (46. Palacios), Scharner (65. Adejenughure), Reis – Verhounig (K, 77. Murillo), Camara. Trainer: Danny Galm.

Gelbe Karten: Stendera (68./Foul), Carlson (75./Foul) bzw. Verhounig (29./Foul), Palacios (56./Foul), Camara (79./Unsportlichkeit), Trainer Galm (90.+2/Kritik), Moswitzer (90.+2/Kritik)

Zuschauer: 1.540. Schiedsrichter: Matthias Gächter.

SPIELFILM im Ligaportal-LIVETICKER

Fotocredit: FC Liefering by Getty