Meilenstein für VfL-Kapitän 

Tränen nach Abpfiff: Arnold absolviert 400. Bundesliga-Spiel für VfL Wolfsburg

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Maximilian Arnold hat beim 2:1-Erfolg bei Union Berlin einen besonderen Meilenstein erreicht. Mit der Einwechslung in der 86. Minute verbuchte der 31-Jährige sein 400. Bundesliga-Spiel – alle für den VfL Wolfsburg. Diese Marke für einen Klub erreichten vor ihm nur 24 andere Profis seit der Ligagründung 1963, wie eine Auslesung aus der Transfermarkt-Datenbank ergab. Nur zwei Fußballer vor Arnold kamen seit 2000 auf diesen Wert.

Der zentrale Mittelfeldspieler war am 26. November 2011 unter dem damaligen Trainer Felix Magath beim 0:2 beim FC Augsburg erstmals für die Wölfe aufgelaufen. Mit 17 Jahren, fünf Monaten und 30 Tagen ist er damit zweitjüngster Debütant der Vereinsgeschichte. Seitdem bestritt der Kapitän – mit zwei Ausnahmen zu Beginn seiner Karriere – in jeder Saison mindestens 25 Partien in der Bundesliga. Mit dem Einsatz bei den Eisernen knackte er diese Marke auch 2025/26.

Auf seinen Meilenstein angesprochen, pustete Arnold mehrmals kräftig durch und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. „Es ist brutal. Schon besonders“, sagte er bei „Sky“. Ein einzelnes Spiel wollte Arnold nicht herauspicken und als das besondere hervorheben. „Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Ich hätte alle genossen. Jeder Sieg, den man in der Bundesliga feiert, ist etwas Besonderes. Ich genieße es einfach, Bundesliga zu spielen“, befand Arnold. Anschließend richtete er noch eine Liebeserklärung an seine Frau Jenny. Auf die Frage, welche Person in den Jahren die wichtigste gewesen sei, sagte Arnold: „Meine Frau. Ich bin nicht ganz einfach zu Hause. Sie nimmt mich so, wie ich bin. Ich bin manchmal echt sehr, sehr schwierig. Sie ist mein Fels in der Brandung.“


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Arnold plagen aktuell Leistenprobleme, weswegen er seit Mitte Februar drei Partien verpasste und sonst nur für einige Minuten bei den tief im Abstiegskampf steckenden Niedersachsen eingewechselt werden konnte. „Die Problematik bei Max ist weiterhin vorhanden, wenn auch nicht in dem Umfang, dass er nicht spielfähig ist. Es ist schade, dass er damit noch so zu kämpfen hat. Aber er beißt sich durch und will in der jetzigen Situation unbedingt helfen. Es liegt an mir, zu entscheiden, ob er beginnt oder eher für einen Kurzeinsatz von der Bank kommt. In beiden Rollen kann er für uns eine wichtige Rolle spielen“, sagte Trainer Dieter Hecking.

Insgesamt ist Arnold seit 2009 beim VfL und das Gesicht der Mannschaft. Nur drei Bundesliga-Spieler sind noch länger bei ihrem Klub in der Profimannschaft. Mit 475 Einsätzen ist der Mittelfeldmann zudem Rekordspieler der Wölfe.

400 Bundesliga-Spiele für einen Klub mit Müller und Kahn

Seit 2000 übertrafen Thomas Müller im Jahr 2021 und davor Oliver Kahn 2007, beide für den FC Bayern, die 400-Spiele-Marke für einen Verein. Insgesamt kamen sie auf 503 bzw. 429 Ligapartien für die Münchner. Während Müller alle seine Bundesliga-Auftritte für den Rekordmeister bestritt, stand Kahn vor den Bayern schon für den Karlsruher SC zwischen den Pfosten (128 Spiele). Mit zusammengerechnet 557 Partien liegt der Ex-Torhüter auf Platz drei der Spieler mit den meisten Bundesliga-Einsätzen.

Mindestens 400 Bundesliga-Spieler für einen Klub

Übertroffen wird er nur von Karl-Heinz Körbel und Manfred Kaltz, die im deutschen Oberhaus nur für einen Verein auf dem Platz standen und mit 602 Partien für Eintracht Frankfurt bzw. 581 für den Hamburger SV die Rangliste anführen. Zu den Profis, die ebenfalls 400 Bundesliga-Spiele für einen Klub erreichten, gehören auch Sepp Maier (473, FC Bayern), Michael Zorc (463, Borussia Dortmund), Gerd Müller (427, FC Bayern), Berti Vogts (419, Gladbach), Wolfgang Overath (409, 1. FC Köln), Pierre Littbarski (406, 1. FC Köln) und Klaus Augenthaler (404, FC Bayern).

Mindestens 400 Bundesliga-Spieler für einen Klub

Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt in seiner ersten Fassung um 10:21 Uhr und wurde anschließend aktualisiert.