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Gaza/London – Nach dem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 hat die Welt vom Hamas-Horror erfahren: Berichte israelischer Geiseln über sexuelle Gewalt und Folter in der Gefangenschaft der islamistischen Terroristen sorgten für Erschütterung. Jetzt dringen neue, verstörende Aussagen aus dem Gazastreifen an die Öffentlichkeit. Menschen, die unter der Herrschaft der Hamas-Schergen leben, brechen laut einem Medienbericht ihr Schweigen: Die britische „Daily Mail“ schreibt über sexuelle Ausbeutung, Erpressung und Übergriffe. Es geht um systematischen Machtmissbrauch in dem Gebiet, das seit fast zwei Jahrzehnten unter der Kontrolle der Hamas steht.
Die Zeitung berichtet über seltene Video-Zeugnisse. Die Sorge der Menschen sei, dass ihre Lage angesichts des Iran-Krieges in Vergessenheit gerate. Das Material soll mitten im Gazastreifen aufgenommen worden sein, von einem Journalisten von „Jusoor News“, der sich Abdullah nennt:
Ein anonymer Mann aus Gaza schildert, wie er eine verwitwete Frau in einem Zelt entdeckte. Mehrere Mitglieder der al-Qassam-Brigaden (militärischer Flügel der Hamas) sollen sie missbraucht haben. „Wir informierten die Führung, aber uns wurde gesagt, wir müssten darüber schweigen.“Ein weiterer Mann berichtet von einer Nachbarin. Sie sei von „einer der Wohltätigkeitsorganisationen der Hamas“ erpresst worden: „Sie wollten, dass sie sich prostituiert im Austausch für ein Lebensmittelpaket, einen Hilfsgutschein oder 100 Schekel.“ Ein anderer Mann, der zu den Brigaden gehört, soll bestätigt haben, dass Witwen derart behandelt würden.Eine geschiedene Mutter von vier Kindern, die vertrieben wurde, soll laut dem Bericht mit der „Daily Mail“ telefoniert haben. Sie nennt sich Noor und schildert, wie sie sich an eine Wohltätigkeitsorganisation gewandt habe. Dort habe ein viel älterer Mann, mutmaßlich religiöser Führer der Organisation, ihre Not ausgenutzt und sie bedrängt. Als sie drohte, das öffentlich zu machen, habe er gesagt: „Du kannst mich nicht bloßstellen, ich bin hier die Regierung.“Mehr zum Thema
Menschenrechtsorganisationen sehen bis zu 60.000 Frauen im Krisengebiet als besonders gefährdet an. Eine Studie des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) zeigt außerdem einen starken Anstieg von Kinderehen in Gaza. Allein in einem kurzen Beobachtungszeitraum hätten Notgerichten mehr als 400 Heiratslizenzen für Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren ausgestellt.
Die „Daily Mail“ zitiert auch Ahmed Fouad Alkhatib, Direktor von „Realign for Palestine“, der erklärt: „Viele Frauen in Gaza sind Ausbeutung ausgesetzt – aber es gibt keine zentrale Stelle, die diese Fälle dokumentiert.“