Bregenz Handball hat die Pflichtaufgabe erledigt und das letzte Spiel des Grunddurchgangs der HLA Meisterliga am Samstag beim UHC Hollabrunn klar mit 40:36 (23:18) gewonnen. Da die direkte Konkurrenz um das Viertelfinalticket jedoch punktete, muss der österreichische Rekordmeister trotz des ersten Auswärtssieges das erste Mal in der Vereinsgeschichte in die Abstiegsrunde. Am Ende reichte es lediglich für Rang zehn.

Nur der Letzte steigt ab

Die Teams auf den Plätzen neun bis zwölf spielen in einer eigenen Runde um den Klassenerhalt. Dabei nehmen sie die Hälfte ihrer Punkte aus dem Grunddurchgang als Bonus mit. In der Abstiegsrunde spielt jeder gegen jeden jeweils zu Hause und auswärts. Nach Abschluss der Runde steht fest: Das letztplatzierte Team steigt ab, während die anderen Teams die Klasse halten. Die Abstiegsrunde startet nach der ÖHB Cup-Pause. Bregenz trifft wieder auf Hollabrunn, dazu die HSG Graz und Schwaz Handball Tirol.

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Die Vorarlberger erwischten gegen Hollabrunn einen starken Start in die Partie und setzen die Gastgeber früh unter Druck. Mit konsequenter Offensive und einer stabilen Anfangsphase gelang es Bregenz, sich rasch abzusetzen. Der Tabellenletzte fand defensiv zunächst kaum Zugriff und hatte Schwierigkeiten, die schnellen Angriffe der Gäste zu unterbinden. Dadurch erspielte sich Bregenz bereits in der ersten Halbzeit eine deutliche Führung. Tommaso Romei sah aufgrund der dritten Zwei-Minuten-Strafe die Rote Karte (52.), kurz darauf ereilte Max Bergmayer dasselbe Schicksal. Hollabrunn nutzte die numerischen Vorteile zwar für einige Treffer, doch der Rückstand war zu groß. Bregenz siegte mit 40:36.

Ich muss den Hut vor der Mannschaft ziehen. Sie haben drei fantastische Wochen gehabt und gezeigt, was in ihnen steckt.

Michael Roth, Interimstrainer von Bregenz Handball

Unter Interimstrainer Michael Roth sind die Bregenzer noch ungeschlagen. Es gab zwei Siege und ein Unentschieden. „Die Mannschaft hat ein Superspiel abgeliefert – von der ersten bis zur letzten Minute. Es war ein souveräner Auswärtssieg. Ich muss den Hut vor der Mannschaft ziehen. Sie haben drei fantastische Wochen gehabt und gezeigt, was in ihnen steckt“, lobte Roth. „Leider hat es am Ende knapp nicht für die Play-off-Qualifikation gereicht. Es war ein bisschen Pech, dass uns keiner geholfen hat. Aber wir gehen erhobenen Hauptes in die Abstiegsrunde. Wir werden nun Pause machen und uns vorbereiten, um so schnell wie möglich den Abstieg zu verhindern.“

Der Alpla HC Hard feierte ebenfalls einen Sieg. Im Heimspiel gegen die BT Füchse gelang ein 33:31-Erfolg. Somit schlossen die Roten Teufel den Grunddurchgang der HLA Meisterliga auf Rang zwei ab und gehören zu den heißesten Titelkandidaten.