Wo sich andere Bands in Zeiten der immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspannen gerne dem Publikum fügen, legen Ditz live gerne noch nach. Bestehende Songs werden mit Intros, Interludes oder Outros ausgefranst, manchmal geht man dissonant von einem Teil in einen anderen über und die Liebe zum unverfälschten Live-Klang sorgt dafür, dass sich ein Song keinen zweiten Abend lang gleich anhört. „Songs im Studio zu basteln ist wiederum wie Lego bauen“, lacht Sänger Francis, auch bekannt dafür, sich gerne kopfüber ins Publikum zu werfen, „wir stapeln, beginnend beim Schlagzeugsound, Schicht um Schicht aufeinander, bis sich alles irgendwann zu einem fertigen Songkonstrukt entwickelt.“ Exakt zehn Jahre existieren Ditz mittlerweile und haben Klang, Bühnenperformance und Image in dieser Zeit stark verändert und erweitert. „Wir alle waren in vielen kleinen Bands, aus denen nichts wurde. Dann hatten wir, wie fast alle Bands, ein Drummer-Problem. Du findest sechs Gitarristen, aber keinen Schlagzeuger. Musiker wissen, wovon wir sprechen.“