Analysten zufolge könnte sich dieser Trend noch einige Zeit fortsetzen, selbst nach dem Ende des Konflikts im Iran.
Letzte Woche verkündeten Cathay Pacific Airways aus Hongkong, Singapore Airlines, Korean Airlines aus Südkorea und Qantas Airways aus Katar trotz sich verdoppelnder Treibstoffkosten allesamt positive Passagiernachfragezahlen für europäische Strecken im März 2026.
Lavinia Lau, Chief Customer and Commercial Officer von Cathay Pacific, sagte: „Wir haben unsere Flüge und unsere Betriebskapazität nach Europa im März und April erhöht, um der starken Marktnachfrage gerecht zu werden, da die Passagiere alternative Routen bevorzugen.“
Sie sagte, dass die starke Nachfrage voraussichtlich bis April 2026 anhalten werde, bedingt durch die Osterreisezeit und die vermehrten Buchungen für Langstreckenflüge mit Transit über Hongkong.
Singapore Airlines meldete, dass die Auslastung ihrer Flüge nach Europa im März 2026 auf 93,5 % gestiegen ist, verglichen mit 79,7 % im Vorjahreszeitraum. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass Passagiere ihre Flüge nach Europa verlagerten, da die Kapazitäten an den Drehkreuzen im Nahen Osten reduziert waren. Es handelte sich um den stärksten Anstieg aller Regionen.
Vor Ausbruch des Konflikts entfiel etwa ein Drittel des Passagierverkehrs zwischen Europa und Asien auf Emirates, Qatar Airways und Etihad Airways. Sie beförderten mehr als die Hälfte der Passagiere, die von Europa nach Australien, Neuseeland und auf die Pazifikinseln flogen.
Die Fluggesellschaften aus der Golfregion stellen ihre Betriebskapazität schrittweise wieder her; alle drei haben bereits mindestens 60 % ihres Flugniveaus vor dem Konflikt erreicht.
Sie stehen jedoch weiterhin vor zahlreichen Herausforderungen, darunter die Reisewarnung Australiens für Reisen in die Golfregion und Transitaufenthalte. Dies bedeutet, dass Reisende in diesen Gebieten nicht durch ihre Reiseversicherung abgedeckt sind. Laut Daten von Google Travel sind Passagiere daher gezwungen, höhere Kosten in Kauf zu nehmen, um Flüge zu wählen, die den Nahen Osten meiden.
Analysten der Bank of America wiesen in einem aktuellen Bericht darauf hin, dass die hohen Preise und der gestiegene Marktanteil auf den Asien-Europa-Routen aufgrund von Buchungsverzögerungen und der Risikoaversion der Passagiere noch 6 bis 12 Monate nach dem Ende der Kampfhandlungen anhalten könnten.
Quelle: https://vtv.vn/hang-khong-chau-a-ghi-nhan-nhu-cau-bay-chau-au-tang-manh-100260420222504607.htm