Der SK Rapid steht vor dem Bundesliga-Heimspiel gegen den WAC spürbar unter Druck (Samstag, ab 17 Uhr im Ligaportal-Liveticker). Nach einem misslungenen Start ins Pflichtspieljahr 2026 wartet die Mannschaft weiterhin auf den ersten Sieg – und genau dieser wäre im Kampf um die Meistergruppe nun nahezu Pflicht. Trotz der aktuellen Serie ohne Erfolg (12 Pflichtspiele ohne Sieg) liegt die Qualifikation noch in eigener Hand, weshalb das Duell mit den Kärntnern sportlich große Bedeutung bekommt.

Rapid-Bilanz gegen WAC nur knapp positiv

Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt allerdings, warum die Aufgabe kompliziert werden könnte. Seit dem Bundesliga-Aufstieg des WAC 2012 ist das Duell auffallend ausgeglichen. In bislang 47 Ligaspielen liegt Rapid mit 18 Siegen nur knapp vor Wolfsberg (17 Siege, 12 Remis).

Besonders im Allianz Stadion tat sich Grün-Weiß zuletzt schwer: Die Wolfsberger sind dort seit vier Spielen ungeschlagen und konnten drei dieser Partien sogar gewinnen.

Das bislang letzte direkte Duell spricht wiederum für die Grün-Weißen. Beim 2:1-Auswärtssieg im August 2025 entschied Nikolaus Wurmbrand die Partie mit einem Doppelpack. Seitdem haben sich jedoch die Rahmenbedingungen stark verändert – beide Klubs gingen mit neuen Trainern in die zweite Saisonphase, wodurch frühere Ergebnisse nur bedingt Rückschlüsse zulassen.

Thorup wartet noch auf ersten Sieg

Für Rapids Trainer Johannes Hoff Thorup wäre ein Erfolg gleich doppelt wichtig. Der Däne wartet noch auf seinen ersten Pflichtspielsieg und könnte sich nachträglich selbst ein Geburtstagsgeschenk machen. Im Vergleich zum Wiener Derby am vergangenen Sonntag muss Rapid jedoch eine gehörige Leistungssteigerung auf den Platz bringen: „Es geht darum, konstant zu sein und unsere Leistung auf den Platz zu bringen“, weiß Cheftrainer Thorup. 

Personell entspannt sich die Lage zumindest leicht: Jannes Horn sollte nach Krankheit wieder verfügbar sein, auch bei Petter Nosa Dahl besteht Hoffnung auf eine Rückkehr in den Kader. „Wenn er in Bestform ist, kann er eine Lösung sein. Wir müssen vorsichtig sein, wie viele Minuten wir ihm geben. Aber man braucht nicht viele Trainingseinheiten, um zu sehen, wozu er in der Lage ist und seine Qualitäten zu erkennen“, sagte der Rapid-Cheftrainer über den norwegischen Flügelspieler. 

Fix fehlen weiterhin Martin Ndzie sowie die Langzeitverletzten Jean Harisson Marcelin, Claudy Mbuyi und Louis Schaub.

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Foto: GEPA Wien Energie