Als Vierter startete der FK Austria Wien Mitte März in die Meistergruppe, lag sogar einmal auf Platz drei, um mittlerweile auf Rang fünf abgerutscht zu sein. Nach Negativbilanz in der ersten Hälfte der Finalrunde mit einem Remis (im Wiener Derby), einem Sieg (1:0 in Hartberg) und drei deutlichen Niederlagen (Gesamtscore: 4:12 Tore!). Mit nur vier Punkten aus fünf MG-Spielen haben die Violetten den Anschluss an das Spitzenduo verloren. Drei Tage nach dem 1:3 gegen den FC Red Bull Salzburg kommt es am Mittwoch (18:30 Uhr, Ligaportal-LIVETICKER) in Wals-Siezenheim zum erneuten Duell mit dem Tabellendritten.

Betretene Mienen zuletzt bei den Violetten, die jetzt die Reset-Taste zu drücken haben, um in der zweiten Hälfte der Meistergruppe nochmal anzugreifen. Doch das nun anstehende Austria-Auswärtsdoppel in der „englischen Woche“ mit Vizemeister FC Red Bull Salzburg und Titelverteidiger SK Sturm Graz hat es gleich in sich. Danach folgen das Heimspiel gegen den TSV Hartberg, dann das 350. Wiener Derby in Hütteldorf und final am 17. Mai das Heimspiel gegen den LASK.
„Wir müssen konsequent unseren Plan durchziehen und wollen es in der zweiten Hälfte der Meistergruppe besser machen als in den ersten fünf Spielen“
Gleichzeitig markiert dieses Spiel den Auftakt zur zweiten Hälfte der Meistergruppe. „Jede Partie ist ein Highlight und bietet uns die Chance, uns mit den besten Teams der Bundesliga zu messen. Es ist auch eine wichtige Standortbestimmung, um zu sehen, was für uns realistisch ist. Umso wichtiger ist es, dass wir uns jetzt für unseren Aufwand, den wir in den letzten Wochen betrieben haben, belohnen. Wir müssen konsequent unseren Plan durchziehen und wollen es in der zweiten Hälfte der Meistergruppe besser machen als in den ersten fünf Spielen“, sagt Trainer Stephan Helm.
In den ersten fünf Runden der Meistergruppe holte die Austria vier Punkte – durch einen Sieg in Hartberg und ein Remis im Derby. Niederlagen gab es gegen den SK Sturm Graz (2:5, h), den LASK (1:4, a) und jüngst den FC Red Bull Salzburg (1:3, h). „Das sind absolute Spitzenspiele, die oft durch Kleinigkeiten entschieden werden. Wenn es uns gelingt, über die gesamten 90 Minuten hochkonzentriert zu agieren und eine Leistung wie in der zweiten Halbzeit gegen Salzburg zu zeigen, können wir mehr herausholen“, erklärt der Austria-Trainer.

Kelvin Boateng erzielte beim Heimspiel-Doppel gegen den SK Rapid (1:1) und FC Red Bull Salzburg (1:3) die beiden Austria-Tore. Da der deutsche Stürmer Johannes Eggestein weiterhin verletzt ausfällt und die Reise nach Salzburg nicht mitmachen wird, dürfte der 26-jährige Ghanaer zum dritten Mal in Folge wieder von Beginn an zum Einsatz kommen.
„Wir müssen mutiger auftreten und uns mehr zutrauen als in der ersten Halbzeit“
Im Heimspiel gegen die Roten Bullen präsentierten sich die Veilchen am Sonntag in den beiden Halbzeiten mit unterschiedlichen Leistungen – aus beiden konnten Trainerteam und Mannschaft wertvolle Erkenntnisse gewinnen.
FAK-Cheftrainer Stephan Helm:
„Wir müssen mutiger auftreten und uns mehr zutrauen als in der ersten Halbzeit. Gleichzeitig müssen wir uns bewusst sein, dass Salzburg enorme Qualität besitzt und Fehler sofort bestraft. In der ersten Halbzeit haben wir häufig nicht die richtigen Entscheidungen getroffen und hatten auch in der Umsetzung viel Luft nach oben.
In der Pause waren wir uns einig, dass wir es deutlich besser können. Ich erwarte, dass Salzburg – wie auch wir – kleine Adaptierungen vornehmen wird. Entscheidend wird sein, dass wir unsere Leistung über 90 Minuten auf den Platz bringen.“
Personal-News
Der deutsche FAK-Schlüsselspieler Johannes Eggestein fällt weiterhin verletzungsbedingt aus. Der 27-jährige Stürmer bleibt in Wien und absolviert individuelles Training – mit dem Ziel, am Sonntag in Graz wieder einsatzbereit zu sein.
Der 18-jährige defensive Mittelfeldspieler Philipp Maybach wird hingegen am Mittwoch in den Kader zurückkehren.