Das Westduell zwischen dem SCR Altach und WSG Tirol endete wie schon am vergangenen Samstag am Innsbrucker Tivoli mit einem Remis. Diesmal gab es beim 0:0 im Schnabelholz allerdings nicht einmal einen Treffer zu bestaunen. Von einem „Langweiler“ war man in der ersten Halbzeit weit entfernt, im zweiten Durchgang flachte die Partie jedoch stark ab. Am Samstag hatten sich die beiden noch mit einem spektakulären 2:2-Remis voneinander getrennt.

Kurzfristiger Ausfall von Patrick Greil macht sich bemerkbar
Die Anfangsphase im Westduell zwischen dem SCR Altach und der WSG Tirol war von Beginn an lebhaft, wobei die Gäste etwas aktiver wirkten. Schon nach zwei Minuten kam Sulzbacher nach einer Unsicherheit in der Altach-Defensive zum Abschluss, wenig später prüfte Baden Frederiksen erstmals Keeper Stojanovic (5.).
Altach brauchte etwas, um ins Spiel zu finden, wurde dann aber über Standards gefährlich: In der 12. Minute kam Diawara nach Ouédraogo-Zuspiel zum Abschluss, setzte den Ball aber drüber. Kurz darauf sorgte ein direkt getretener Eckball von Massombo für Gefahr, Stejskal musste eingreifen (13.). Der kurzfristige Ausfall von Patrick Greil, der in dieser Saison ein absoluter Unterschiedsspieler in den Reihen der Vorarlberger ist, war zu spüren.
Die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit gehörte den Tirolern: In der 33. Minute zog Wels einen Abpraller per Dropkick aufs lange Eck, doch Stojanovic reagierte stark. Altach kam im Gegenzug eher zufällig zu Chancen, etwa als Milojević den Ball überraschend serviert bekam, aber nur das Außennetz traf (27.).
In der Schlussphase flachte die Partie etwas ab, echte Strafraumszenen wurden seltener. Insgesamt war es ein ausgeglichenes, durchaus intensives 0:0 im Schnabelholz.

Partie flacht stark ab
Die zweite Halbzeit konnte mit den schwungvollen 45 Minuten zuvor jedoch nicht mithalten. Erst in der 57. Minute hätte es dann erstmals richtig gefährlich werden können, als Diawara in guter Position vor Stejskal zum Abschluss kam. Der Altach-Stürmer traf den Ball aber sehr schlecht.
Die Vorarlberger hatten nach dem Seitenwechsel leichte Feldvorteile, die großen Torchancen blieben aber aus. Auch die Gäste aus Wattens blieben mit ihren zaghaften Offensivbemühungen oftmals hängen.
In der 81. Minute gab es dann endlich wieder einen Abschluss auf eines der beiden Gehäuse: Thomas Sabitzer köpfelte aus rund elf Metern auf das Tor der Vorarlberger, allerdings zu zentral, um Stojanovic ernsthaft zu gefährden.
Dann nahm die Partie kurz nochmal Schwung auf: Hrstic war nach einer Vorlage plötzlich alleine vor Stejskal, allerdings knapp im Abseits. Sein Schuss wäre ohnehin haarscharf am Tor vorbeigegangen. Am Ende blieb es beim torlosen Remis, das die Altacher zumindest vorübergehend auf Platz eins in der Qualigruppe hievt. Die WSG hat vier Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz.
SCR Altach – WSG Tirol 0:0
Dienstag, 21.04.2026 (18:30 Uhr); Schnabelholz, Altach; SR Markus Greinecker
Altach: Stojanovic; Milojevic, Zech, Rahmani; Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouedraogo; Massombo, Diawara (62./Benjamin), Hrstic (86./Mustapha); Trainer: Ognjen Zaric.
WSG Tirol: Stejskal; Boras, Lawrence, Gugganig (79./Kubatta); Sulzbacher, Taferner, Müller, Böckle; Wels (68./Huetz), Hinterseer (68./Ola-Adebomi), Baden Frederiksen (58./Sabitzer); Trainer: Philipp Semlic.
Gelbe Karten: Benjamin bzw. Wels, Baden Frederiksen, Taferner
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