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Mailand – Eine Eventfirma aus der Mailänder Nachtszene steht im Verdacht, ein Prostitutionsnetzwerk betrieben zu haben. Rund 70 Profifußballer aus der italienischen Serie A sollen zu den Kunden gehört haben – darunter Spieler von Topklubs wie AC Mailand, Inter Mailand und Juventus Turin. Das berichten übereinstimmend mehrere italienische Medien.

Demnach stellte die Polizei vier Manager des Unternehmens unter Hausarrest. Die Vorwürfe wiegen schwer: Ausbeutung, Beihilfe zur Prostitution, Drogenhandel und Geldwäsche. Die Ermittler beschlagnahmten Vermögenswerte im Wert von rund 1,2 Millionen Euro.

Lachgas bei den Events

Bei den Veranstaltungen soll auch Lachgas konsumiert worden sein. Das Gas ist bei Fußballern offenbar deshalb beliebt, weil es bei Dopingkontrollen nicht nachgewiesen werden kann.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein perfides Geschäftsmodell: Die beschuldigten Manager sollen ein Netzwerk von mehr als 100 Frauen organisiert haben. Diese wurden für Veranstaltungen angeworben, bei denen sie auch sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung angeboten haben sollen.

Für die Kundschaft wurden sogenannte „All-inclusive“-Pakete angeboten. Dazu gehörten Partys in Clubs, Übernachtungen in teuren Hotels und die Vermittlung von Escorts, so die Berichte.

Wohlhabende Kundschaft im Visier

Die Angebote richteten sich gezielt an eine zahlungskräftige Klientel. Neben den Profifußballern gehörten auch Unternehmer aus der Unterhaltungsbranche zu den Kunden der Event- und Promotionsfirma. Auf abgehörten Telefonaten ist auch die Rede von einem Formel-1-Fahrer.