Die SV Oberbank Ried hat mit einem knappen 2:1-Heimsieg gegen den GAK 1902 die Tabellenführung in der Qualifikationsgruppe der Bundesliga ausgebaut. Ante Bajic (28.) und Kingstone Mutandwa (35.) sorgten mit ihren Treffern in Halbzeit eins für die Rieder Pausenführung. Ausgerechnet der eingewechselt Ex-Rieder Mark Grosse brachte mit seinem Anschlusstreffer etwas Spannung in die Partie. Die Rieder liegen nun zwei Punkte vor dem SCR Altach auf Platz eins in der Qualifikationsgruppe. Der GAK rangiert mit 20 Punkten auf dem dritten Platz, jedoch nur mehr vier Punkte vor dem Abstiegsplatz. 

Ried belohnt sich für großen Aufwand

Die Anfangsphase zwischen SV Ried und GAK 1902 verlief zunächst ohne große Höhepunkte. Die Gäste hatten zwar mehr Ballbesitz, kamen aber kaum in gefährliche Zonen. Die erste Möglichkeit gehörte dem GAK, als Harakate aus rund 20 Metern abzog, jedoch am Tor vorbeischoss (10.).

Mit zunehmender Spieldauer übernahm Ried mehr die Kontrolle und wurde über die Flügel aktiver. Van Wyk setzte einen Abschluss aus spitzem Winkel ans Außennetz (19.), wenig später verzog Mutandwa nach einem Ballgewinn knapp über das Tor (21.). Die größte Chance vor der Führung hatte Pomer, dessen Volley nach einer Ecke an Schlussmann Stolz scheiterte (27.).

Kurz darauf belohnte sich Ried für den steigenden Druck: Ein weiter Abschlag von Leitner wurde zur perfekten Vorlage für Bajic, der den Ball über Stolz hinweg zum 1:0 ins Tor hob (29.). Die Innviertler blieben danach klar tonangebend, nutzten Ballgewinne konsequent und setzten den GAK weiter unter Druck.

Das 2:0 fiel in der 35. Minute erneut nach einem Ballgewinn: Bajic legte quer für Mutandwa, der aus kurzer Distanz souverän einschob. In der Folge blieb Ried am Drücker, Nasrawe verpasste wenig später sogar das dritte Tor nur knapp (42.).

Insgesamt ging Ried mit einer verdienten 2:0-Führung in die Pause, weil sie deutlich zielstrebiger und aggressiver agierten. 

GAK verkürzt aus dem Nichts und macht die Partie spannend 

Auch nach der Pause blieben die Wikinger die tonangebende Mannschaft gegen ie Rotjacken. Die Innviertler standen defensiv stabil und ließen kaum etwas zu, während offensiv vor allem über Mutandwa immer wieder Tempo ins Spiel kam. So wurde ein Abschluss von Bajic nach Vorarbeit des Stürmers noch geblockt (55.).

Vom GAK kam lange Zeit kaum eine Reaktion, auch die personellen Umstellungen zur Pause änderten zunächst wenig am Spielbild. Ried kontrollierte das Geschehen und wirkte dem dritten Treffer näher, als die Gäste dem Anschluss. Mutandwa verzog aus der Distanz nur knapp (66.).

Dann kippte die Partie kurzzeitig aus dem Nichts: Nach einer Hereingabe von Harakate brachte Frieser den Ball von der Grundlinie zurück, der kurz zuvor eingewechselte Mark Grosse stand am Fünfer richtig und köpfte zum 1:2 ein (67.). Plötzlich war der GAK wieder im Spiel und das dank eines ehemaligen Spielers der SV Ried. 

Ried ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und suchte die Entscheidung. Die beste Möglichkeit hatte Joker Mayer, der nach einer starken Kombination am Elfmeterpunkt auftauchte, den Ball aber deutlich über das Tor setzte (83.).

Schlussendlich schaffte es der GAK nicht, die Rieder nochmal ernsthaft in Gefahr zu bringen. 

SV Oberbank Ried – GAK 1902 2:1 (2:0)

Dienstag, 21.04.2026 (20:30 Uhr); BWT X Oberösterreichische Arena, Ried; SR Daniel Pfister

Ried: Leitner; Pomer, Havenaar, Sollbauer, Steurer; Maart, Bajlicz (72./Rasner); Bajic, Nasrawe (72./Mayer), Van Wyk (78./Aisowieren); Mutandwa; Trainer: Maximilian Senft.

GAK: Stolz; Owusu, Pines, Vraa-Jensen (46./Kreuzriegler); Olesen; Bagrationi (46./Frieser), Koch (75./Paumgartner), Lichtenberger (46./Satin), Klassen; Harakaté, Hofleitner (62./Grosse); Trainer: Ferdinand Feldhofer.

Tore: Bajic (28.), Mutandwa (35.) bzw. Große (67.)

Gelbe Karten: Bajic (im nächsten Spiel gesperrt), Rasner bzw. Koch, Klassen, Olesen, Pines

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Fotocredit: lb-photo.com / Lukas Biereder