Auf der Erlösseite wirkten sich laut den Marktexperten der AMI vor allem die sinkenden Milcherzeugerpreise aus, die im ersten Quartal 2026 rund 80 Prozent der Einnahmen ausmachten. Seit August 2025 seien sie um schätzungsweise mehr als 14 Cent/kg Milch zurückgegangen und belasteten die Gesamterlöse erheblich. Andere Erlöskomponenten hätten dies nur teilweise kompensieren können.

Der Verkauf von Schlacht- und Nutzvieh habe dagegen an Bedeutung gewonnen. Während dieser Anfang 2025 rund 10 Prozent der Erlöse ausgemacht habe, habe der Anteil Anfang 2026 bereits bei knapp 20 Prozent gelegen. Ursache seien deutlich gestiegene Viehpreise bei gleichzeitig rückläufigen Milcherzeugerpreisen. 

Die Erlöse für Altkühe lagen im ersten Quartal 2026 bei 5,90 bis 6,00 Euro je kg Schlachtgewicht, so die AMI. Nutzkälber hätten von Januar bis März durchschnittlich 169 bis 205 Euro je Tier erzielt. Hintergrund seien eine rege Nachfrage und ein knappes Angebot. 

Dennoch blieb die Erlössituation insgesamt angespannt. Nach ersten AMI-Schätzungen lag der Gesamterlös im ersten Quartal 2026 bei durchschnittlich 49,1 Cent/Kilogramm Milch, nach 61,5 Cent/Kilogramm im Vorjahreszeitraum.