Rafael Grossi, 65, führt seit 2019 die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO). Der argentinische Top-Diplomat wurde von seinem Heimatland nominiert. In seinem Bewerbungsschreiben mahnt Grossi eine Rückkehr der UN zu ihren Wurzeln an, um die „Welt von der Geißel des Krieges zu befreien“.
Sein Nachteil: Er ist ein Mann. Nach 80 Jahren scheint eine Frau bei der UN am Zug.
Rebeca Grynspan, 70, machte in ihrer Heimat Costa Rica zunächst als Wirtschaftswissenschaftlerin in der Forschung Karriere. Später amtierte sie als Vizepräsidentin des Landes.
Für viele ist die Ökonomin eine Unbekannte. Doch vermittelte sie als Generalsekretärin der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung das Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine, das nach Kriegsbeginn 2022 eine Ausfuhr des ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer ermöglichte. Eine Hungersnot in der Welt wurde so abgewehrt.
Ihr Vorteil: Das große Verhandlungsgeschick.
Ihr Nachteil: Viele arabische Staaten sehen die Tochter jüdischer Emigranten aus Polen kritisch.
Macky Sall, 64, war Präsident des Senegal und Chef der Afrikanischen Union. Als solcher versuchte er, zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Allerdings ergebnislos. Als UN-Generalsekretär will er sich dem Kampf gegen Hunger und Armut widmen.