Auch schuf sie die Voraussetzungen, die Einwanderungskontrollen auf dem Arbeitsmarkt voranzutreiben. So ging sie etwa gegen den mutmaßlichen Missbrauch eines Visaprogramms für hoch qualifizierte Arbeitskräfte vor oder rief eine Social-Media-Kampagne ins Leben, in der eine fast ausschließlich weiße Belegschaft zu sehen ist.

In einem Post bei X schrieb Chavez-DeRemer zu ihrem Rücktritt: „Es war mir eine Ehre und ein Privileg, in dieser historischen Regierung zu dienen und für den größten Präsidenten zu arbeiten, den ich in meiner Lebenszeit hatte.“ Die 58-Jährige gilt als glühender Trump-Fan. So ließ sie das Konterfei des Präsidenten auf einem überlebensgroßen Banner an einer Fassade im Arbeitsministerium in Washington, D.C. aufhängen. Zugleich lud sie Trump ein, vorbeizukommen, damit er sich sein „wunderschönes Gesicht“ auf dem Banner selbst anschauen könne. „Denn Sie sind wahrlich der Präsident, der das Leben der amerikanischen Arbeitnehmer am meisten verändert hat“, wird Chavez-DeRemer von der „Washington Post“ zitiert.

Es war zunächst jedoch unklar, wen Trump als permanenten Nachfolger im Sinn hat. Anfang März hatte Trump die umstrittene Heimatschutzministerin Kristi Noem abberufen. Noem war nach der Tötung von zwei US-Bürgern durch Bundeseinsatzkräfte in Minneapolis massiv unter Druck geraten.

Knapp einen Monat später musste die im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in die Kritik geratene Justizministerin Pam Bondi ihren Posten räumen. Berichten zufolge war Bondi bei Trump unter anderem wegen ihres Umgangs mit den Epstein-Akten in Ungnade gefallen. Zudem war der Präsident demnach frustriert, weil die Justizministerin nicht hart genug gegen seine Widersacher vorgegangen sei.