Dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán, der wegen der ausbleibenden Lieferungen Ukraine-Hilfen blockiert, empfahl er sich an Moskau zu wenden. „Russland zerstörte diese Pipeline mehrfach“, sagte Selenskyj. Orbán solle den Kreml um eine Energiewaffenruhe ersuchen. „Es kann nicht sein, dass Russland etwas zerstört und die Ukraine es dann repariert.“ Selenskyj hatte auch gesagt, dass russisches Öl, das zur Finanzierung des Kriegs dient, nichts auf dem europäischen Markt zu suchen habe.
Von der Leyen, die in den blau-gelben Farben der ukrainischen Flagge gekleidet war, machte allerdings deutlich, dass sie und Costa die Ukraine gebeten haben, die Reparaturen an der Pipeline zu beschleunigen. Sie dankte zudem dem kroatischen Ministerpräsidenten Andrej Plenkovic für seine Bemühungen, den Transport von Öl über Serbien nach Ungarn und in die Slowakei über die Adria-Pipeline abzusichern und auszubauen.
Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine sind laut Bundesgesundheitsministerium inzwischen rund 1.700 Kriegsverletzte und Soldaten von dort zu Behandlungen nach Deutschland gekommen. Die Patientinnen und Patienten werden aus der Ukraine geholt und auf Kliniken verteilt, das Ministerium in Berlin mitteilte. Für die Behandlung in Deutschland stehen demnach in diesem Jahr 25 Millionen Euro über Bundesmittel bereit.