Trump sagte dem Sender CNBC, er wäre enttäuscht, wenn Warsh die Zinsen nicht gleich nach seinem Amtsantritt senken würde. Dieser erklärte vor dem Ausschuss, Trump habe ihn nie dazu aufgefordert, sich auf eine bestimmte Zinssatzentscheidung festzulegen: „Und ich hätte dem auch nie zugestimmt, selbst wenn er es getan hätte, aber er hat es nie getan.“

Trump selbst hat großen Anteil daran, dass manche Beobachter Warsh mit Blick auf eine Unabhängigkeit der Fed skeptisch sehen. So hatte Trump im Dezember, als die Kandidatenkür noch offen war, gesagt, der neue Fed-Chef werde seinen Vorstellungen folgen müssen. Er wolle, „dass mein neuer Fed-Vorsitzender die Zinsen senkt, wenn es dem Markt gut geht“. Die Inflation werde sich von selber regeln. Die USA sollten für Erfolg belohnt werden und nicht durch ihn nach unten gezogen werden. „Jeder, der mir dabei widerspricht, wird niemals Fed-Vorsitzender sein“, hatte Trump erklärt. Auch wolle er bei künftigen Zinsentscheidungen mitreden. Der neue Fed-Chef sollte zwar nicht genau das tun, was man ihm sage. „Aber ich bin sicherlich eine kluge Stimme und man sollte mir zuhören“, hatte Trump erklärt.