Er verhindert den Abstieg und gewinnt den Steirer-Cup. Nach einer enttäuschenden Hinrunde setzt man ihn vor die Türe. Der Lehrer nahm sich eine Auszeit vom Fußball. Dann klingelte das Telefon, der neue Vorstand seines Ex-Klubs Kalsdorf war am Telefon und Schirgi saß bald wieder auf der Trainerbank. Schirgi stand in Runde 16 das erste Mal an der Seitenlinie und coachte den Klub bis auf den dritten Rang.
Der Anruf
Es ist also insgesamt alles andere als unlogisch, dass sein Freund Daniel Beichler ihn nach Salzburg lotsen will. Warum aber sagte man Red Bull Salzburg ab? „Das haben mich mehrere Leute tatsächlich gefragt. Es ist kein Geheimnis, dass der Dani und ich befreundet sind und er hätte sich eine Zusammenarbeit vorstellen können. Es wäre kein freundschaftlicher Gefallen gewesen, ich denke, ich wäre für beide Seiten eine gute Ergänzung gewesen.“
In einer ähnlichen Situation war er 2022/23, als er mit Klaus Schmidt beim GAK im Gespräch war. Damals wie heute kommt ihm sein Arbeitgeber entgegen, die Schule hätte ihm „keine Steine in den Weg gelegt“, weil er sonst ein sehr akribischer und verlässlicher Lehrer ist. Nicht einmal das Risiko, nach wenigen Monaten wieder ohne Job dazustehen, spielt eine Rolle.
„Ich bin mein Trainerleben lang Cheftrainer. Vielleicht ist das auch etwas mit eingeflossen“, denkt er nach. Das Gesamtpaket passt ihm eben nicht ganz so. Schirgi lehnt zunächst auch Interview-Anfragen ab.
Der Familienvater hat einen Vollzeitjob, ist Klassenvorstand einer achten Klasse: „Und ich habe mir ein gutes Leben aufgebaut, bin zu 100 Prozent Familienmensch, somit hätte dieser Teil meines Lebens darunter gelitten.“