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Texas (USA) – Joe Exotic (62) sitzt im Gefängnis, weil er seine Erzfeindin Carole Baskin (64) ermorden lassen wollte. Er wurde daraufhin zu 21 Jahren Haft verurteilt. Jetzt hat er einen deutlich harmloseren Auftrag erteilt – und landete dafür prompt in Einzelhaft. Der Grund: Ein Bekannter veröffentlichte für ihn einen Social-Media-Post. Problem daran: Die Gefängnisleitung war alles andere als begeistert. Die Konsequenz folgte prompt – Verlegung in die Sonderhaftabteilung.

Joe Exotic hat zwei Auftragsmörder auf seine Erzfeindin Carole Baskin angesetzt
Foto: AP
Dauer der Einzelhaft nicht festgelegt
Anwalt Peter Ticktin bestätigt gegenüber „TMZ“: „Joe sitzt seit letzter Woche in der Sonderhaftabteilung seines Bundesgefängnisses in Texas.“ Laut Ticktin wurde Joe bestraft, nachdem Social-Media-Beiträge in seinem Namen online geteilt worden waren. Ob eine bestimmte Nachricht der Ausschlag war oder ob es sich um mehrere Posts handelte, ist nicht klar. Ticktin: „Die Gefängnisleitung hat beschlossen, dass ihr seine Beiträge nicht gefallen.“
Wie lange Joe Exotic in Einzelhaft in seinem Gefängnis in der sogenannten „Solitary Confinement“ bleiben muss, steht bisher nicht fest. Sein Anwaltsteam hofft auf eine Freilassung innerhalb von 15 Tagen. Eine Garantie gibt es aber nicht. Insassen erfahren nicht immer, wann sie aus der Einzelhaft entlassen werden. Ticktin konnte seit der Verlegung nicht mehr mit seinem Mandanten sprechen.

Joe Exotic wohnte mit seinen Tieren auf seinem privaten Anwesen in Oklahoma, dem Greater Wynnewood Exotic Animal Park
Foto: AP
Anwalt versucht weiterhin, Joe Exotic zu befreien
Dennoch gibt das Team nicht auf. Der Netflix-Star soll freikommen. Das Urteil sei laut Ticktin ungerechtfertigt und beruhe auf Lügen. Zudem habe der Hauptzeuge angeblich einen Meineid geleistet. Ticktin: „Es gibt viele unschuldige Menschen im Strafvollzug, die dort nicht sein sollten. Ich sage zwar immer: ‚Wenn der Schuh passt …‘, aber in diesem Fall passt er überhaupt nicht.“
Mehr zum ThemaNoch Hoffnung auf Begnadigung
Seit zwei Jahren versucht Joe Exotic, der mit bürgerlichem Namen Joseph Allen Maldonado-Passage heißt, in die Freiheit zu gelangen. Er bettelte sogar bei den Kardashians um Hilfe. Eine Begnadigung durch den Präsidenten blieb bisher jedoch aussichtslos. Sein Team bleibe dennoch optimistisch. Ticktin erklärte gegenüber „TMZ“, dass alle Unterlagen eingereicht wurden, aber wie bei den meisten Dingen in diesem System sei es „ein Geduldsspiel“. Es gäbe noch Hoffnung.
Zur Erinnerung: Mehrere Instanzen sahen es als erwiesen an, dass Joe Exotic die Tierschützerin Carole Baskin töten lassen wollte. In Tateinheit mit weiteren Vergehen wurde der Exzentriker zu 21 Jahren Haft verurteilt. Das Raubtier-Raubein mit der Vokuhila-Vorliebe beteuert bis heute seine Unschuld, sieht sich als Opfer.