Der SK Rapid musste in der Meistergruppe der Bundesliga-Saison 2025/26 eine empfindliche Heimniederlage einstecken. Die Hütteldorfer verloren gegen den TSV Hartberg mit 0:2 (0:1). Kapitän Jürgen Heil mit feiner Einzelleistung und Elias Havel sorgten für die einzigen Schüsse auf das Tor der Gastgeber – beide landeten im Tor von Niklas Hedl. Die Wiener sind damit bereits seit vier Ligaspielen ohne vollen Erfolg, der TSV hingegen bejubelte auch ohne seinen rotgesperrten Cheftrainer Manfred Schmid, der den TSV nach dieser Saison verlassen wird, den ersten Dreier in der diesjährigen Meistergruppe. 


Rapid scheitert an der Chancenverwertung, Hartberg schlägt eiskalt zu

Die erste im Westen Wiens begann noch abwartend, klare Offensivaktionen waren zunächst Mangelware. Erst nach rund zehn Minuten wurde Rapid aktiver, ohne jedoch sofort zwingend zu werden. Eine erste gute Szene entstand, als Kara eine Hereingabe von Bolla knapp verpasste (11.).

Mit zunehmender Spielzeit übernahmen die Wiener klar die Kontrolle. Die beste Chance ergab sich in der 18. Minute: Wurmbrand legte ideal zurück auf Weimann, der aus kurzer Distanz völlig frei am Tor vorbeischoss. Kurz darauf folgte die nächste große Möglichkeit vom Punkt: Nach einem Foul an Dahl trat Bolla zum Elfmeter an, setzte den Ball aber deutlich neben das Tor (23.).

Die Hütteldorfer blieben am Drücker, ließ den Ball gut laufen und kam immer wieder in gefährliche Zonen, doch die letzte Präzision fehlte weiterhin. Genau in diese Phase hinein fiel dann überraschend die Führung für die Gäste: Jürgen Heil setzte sich nach einer Kombination stark durch und traf aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung für Hartberg (34.). Das zweite Saisontor des Hartberger Kapitäns. 

Der Rückstand änderte wenig am Spielverlauf. Rapid suchte sofort die Antwort und kam erneut zu einer Großchance, als Kara nach einer Ahoussou-Flanke an der Stange scheiterte (39.). Bis zur Pause blieb Rapid die spielbestimmende Mannschaft, scheiterte aber immer wieder an der eigenen Chancenverwertung. So gingen die Oststeirer, wie schon am vergangenen Sonntag, mit einer Pausenführung in die Kabinen. 

Hütteldorfer zu harmlos im Vorwärtsdrang, Havel sorgt für die Entscheidung

Beide Mannschaften starteten ohne personelle Veränderungen in die zweiten 45 Minuten. Am Spielgeschehen änderte sich auch nichts: Rapid kontrollierte nach wie vor die Partie und startete schwungvoll. Wurmbrand tankte sich früh über das Zentrum durch, sein Versuch wurde aber geblockt. 

Gefährlich wurden die Hausherren einmal mehr nach einem Kopfball von Ercan Kara, der mit seinem Versuch an Hartberg-Schlussmann Hülsmann scheiterte (56.). Das Spiel entwickelte sich für die Grün-Weißen zu einer absoluten Geduldsprobe. 

Viel Gefahr strahlte der Rekordmeister aber ohnehin nicht mehr auf das Tor der Hartberger aus. Einen weiteren Kopfball von Ercan Kara pflückte Hülsmann ohne Probleme runter (78.). 

Den Oststeirern genügte in der zweiten Halbzeit ein Angriff für den zweiten Treffer: Jürgen Heil mit dem langen Zuspiel auf den eingewechselten Elias Havel, der mit einem satten Schuss auf 2:0 für Hartberg erhöhte. Beachtlich: Die Hartberger haben nun im vierten Auswärtsspiel in Folge keinen Gegentreffer kassiert. 

SK Rapid – TSV Hartberg 0:2 (0:1)

Mittwoch, 22.04.2026 (18:30 Uhr); Allianz-Stadion, Wien; 18.400 Zuschauer; SR Stefan Ebner

SK Rapid: Hedl; Cvetkovic, Raux Yao, Ahoussou (70./Y. Demir); Bolla, Amane (81./Antiste), Seidl, Wurmbrand (70./Gulliksen); Dahl (81./Auer), Kara, Weimann; Trainer: Johannes Hoff Thorup.

TSV Hartberg: Hülsmann; Heil, Wilfinger, Spendlhofer, Coulibaly; Markus; Kovacevic (77./Hennig), Kainz (77./Aziz), Fridrikas (90.+2/Ojukwu), Pazourek; Hoffmann (63./Havel); Trainer: Christian Mayrleb (in Vertretung für rotgesperrten Manfred Schmid).

Tore: Heil (34.), Havel (82.)

Gelbe Karten: Amane, Cvetkovic, Gulliksen, Antiste bzw. Keine 

Anm.: Bolla verschießt Elfmeter (23.)

Siehe auch:

Spielfilm im Liveticker

TSV Hartberg: Zukunfts-Entscheidung um Trainer Manfred Schmid gefallen

Torschützenliste Bundesliga 2025/26

Fotocredit: GEPA Wien Energie