Aufgeschlossen, was Ludwigs Vorstoß nach einem bundeseinheitlichen Dienst- und Besoldungssystem für Krankenanstalten betrifft, zeigte sich indes der derzeitige Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP). Gerade dieser Vorschlag unterstreicht “meinen Ansatz, die großen Pflöcke bundesweit gemeinsam festzulegen”, sagte Mattle zur APA. Vor Ort solle es aber immer die Möglichkeit geben, Dinge unkompliziert und rasch zu lösch, meinte der Landeshauptmann gleichzeitig. Der Vorstoß Ludwigs belege auch, “dass die Bundesländer die Reformmotoren in Österreich sind und auch konkrete Ideen haben.” Weniger angetan zeigte sich Mattle indes offenbar von den bundesländerübergreifenden Gesundheitsregionen, für die der Wiener Bürgermeister eintritt. “Hier sollten wir keine neuen starren Grenzen schaffen, sondern uns an den bestehenden Patientenströmen orientieren”, erklärte Tirols Landeschef, der generell bis Ende des Jahres auf eine “gemeinsame Gesundheitsreform” hoffte, bei der er “ergebnisoffen und kompromissbereit” sei.