Ein mit Emotionen gespickter Bundesliga-Blockbuster in Runde 28 brachte keinen Sieger hervor. Meister SK Sturm Graz verpasste es, beim 1:1-Unentschieden gegen den doppelt dezimierten LASK, seine Spitzenposition zu festigen. Im Saisonfinish ist Spannung pur angesagt, da die „Blackies“ mit Salzburg und den Linzern zwei Kontrahenten im Nacken haben. Nachfolgend Stimmen der Steirer!

Malone (l.) und Co. kamen über das Remis nicht hinaus.
„…extrem ärgerlich“
Fabio Ingolitsch (Trainer SK Puntigamer Sturm Graz):
…über seine Enttäuschung: „Du kriegst solche Chancen wahrscheinlich nicht so oft im Leben und wir haben es heute leider verpasst. Wir haben vor dem Gegentreffer eine Riesenchance mit Maurice Malone auf seinem guten linken Fuß von elf Metern, wo wir den Ball nicht sauber treffen, laufen dann in einen Konter im eigenen Stadion, was extrem ärgerlich ist. Dann wird es natürlich noch schwerer. Der LASK hat sehr leidenschaftlich und gut verteidigt. Uns haben die offensiven Ideen, die kreativen Momente, die ‚special moments‘ gefehlt. Wir müssen mehr Bälle in die Box bringen, wir müssen mehr Bälle auf das Tor bringen, deswegen ist dann am Ende leider auch nicht mehr rausgekommen.“
…über das Titelrennen: „Bevor wir gegen Rapid gespielt haben, war Rapid der große Favorit, jetzt gegen den LASK war es der LASK und am Ende sind wir aktuell immer noch die, die von der Tabellenspitze lachen dürfen. Wir haben als einzige Mannschaft im Play-off noch kein Spiel verloren und wir sind die Mannschaft, die im Frühjahr die meisten Punkte geholt hat. Wir hamstern die Punkte so gut es geht, wir kämpfen mit den Waffen, die wir zur Verfügung haben und wir werden bis zum Ende alles rausholen.“
„…müssen wir einfach gewinnen“
Albert Vallci (Verteidiger SK Puntigamer Sturm Graz):
…über das Spiel: „Das Spiel müssen wir einfach gewinnen. Du bist zwei Mann mehr, kriegst ein unnötiges Gegentor durch einen eigenen Standard von uns. Dann musst du wieder hinterherlaufen. Es ist einfach schwer gegen den Block zu spielen. Gleichzeitig musst du natürlich immer Druck machen und bei Umschaltern aufpassen. Ich glaube, dass wir die aktivere Mannschaft waren, vor allem in der ersten Halbzeit.
Wir haben eine super Chance mit dem ‚Kite‘ gehabt. Logisch ist so ein Spiel offen, es kann immer in beide Richtungen kippen, aber ich glaube, dass wir ein viel besseres Spiel gemacht haben als in Linz. Im Endeffekt ärgere ich mich gerade sehr über diesen einen Punkt. Man sieht, um wie viel es geht. Jeder will den Titel holen.“
Siehe auch:
Statement-Quelle: Sky Sport Austria und Antonio Perner/Ligaportal
Fotocredit: RiPu-Sportfotos