Der Donauturm wurde 1964 im Rahmen der Wiener Internationalen Gartenschau errichtet und ist mit 252 Metern das höchste Bauwerk Österreichs. Die Aussichtsebenen liegen auf rund 150 und 155 Metern Höhe, das Zentralgeschoss auf 165 Metern. Insgesamt wiegt das Bauwerk rund 17.600 Tonnen und steht seit 2001 unter Denkmalschutz.
Seit seiner Eröffnung wurde der Turm von rund 23 Millionen Menschen besucht. Neben den Aussichtsplattformen befinden sich im Turm unter anderem ein Café und ein Restaurant. Seit 2023 gibt es zudem eine Rutsche, die entlang der Außenseite von 165 auf 150 Meter Höhe führt.
Ausgangspunkt der neuen Aktion ist eine aktuelle Studie im Auftrag des Donauturms. Demnach fühlen sich rund zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher in großen Höhen unwohl. 22 Prozent geben an, sich stark unwohl zu fühlen, weitere 44 Prozent berichten von mittlerem Unbehagen. Vier von zehn Befragten bezeichnen dieses Gefühl sogar ausdrücklich als Höhenangst.
Auch im Alltag hat das Auswirkungen. Mehr als die Hälfte der Befragten hat bereits bewusst auf Aktivitäten verzichtet, die mit Höhe verbunden sind. Besonders herausfordernd sind laut Studie Glasplattformen, Leitern oder offene Aussichtsflächen. Typische Reaktionen reichen von Unsicherheit beim Gehen über Herzklopfen bis hin zu Panikgefühlen.
„Die Ergebnisse zeigen, wie präsent Höhenangst in Österreich ist“, sagt Donauturm-Geschäftsführer Roman Bauer. „Als Wiener Wahrzeichen sehen wir es als unsere Verantwortung, ein Angebot zu schaffen das Betroffene mehr Sicherheit vermittelt.“
Training direkt in luftiger Höhe
Der Workshop wurde gemeinsam mit dem psychologischen Zentrum Phobius entwickelt und richtet sich an Personen mit leichter bis moderater Höhenangst. Phobius ist auf die Behandlung von Angst-, Panik- und Zwangsstörungen spezialisiert und arbeitet mit verhaltenstherapeutischen Ansätzen sowie modernen Methoden.
Im Workshop selbst erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst eine theoretische Einführung in die Entstehung von Höhenangst sowie Strategien zur Regulierung, etwa Atem- und Entspannungsübungen.
Im Anschluss folgt der praktische Teil direkt am Turm. In mehreren Stationen, unter anderem auf Innen- und Außenterrassen in bis zu 160 Metern Höhe, setzen sich die Teilnehmenden schrittweise mit der Situation auseinander. Psychologinnen und Psychologen begleiten die Übungen vor Ort. Als freiwilliger Abschluss kann die Donauturm-Rutsche ausprobiert werden.
Die Workshops finden ab Mai 2026 an ausgewählten Terminen statt und dauern jeweils von 9 bis 12 Uhr. Die Teilnahme kostet 199 Euro. Weitere Informationen sowie Termine sind online abrufbar. Der Workshop richtet sich an Personen mit leichter bis moderater Höhenangst und stellt keine psychotherapeutische Behandlung dar.