BFV - Symbolfotos Februar 2024

Im Burgenländischen Fußballverband wird das Thema Ligareform vorsichtig behandelt.

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Fenz

Die durchgeführte BFV-Umfrage zu möglichen Ligareformen bringt klare Tendenzen. Große Einschnitte oder Neuaufteilungen soll es vorerst nicht geben. Das Credo bleibt eine „Ligareform light“.

Der Burgenländische Fußballverband hat die Ergebnisse seiner Umfrage zu möglichen Ligareformen präsentiert. Rund 60 Prozent der Vereine beteiligten sich daran – etwa 100 Rückmeldungen aus insgesamt rund 160 Klubs wurden ausgewertet.
Am stärksten gewichtet wurden die Themen „Kaderzusammenstellung“ und „Regionalität“ mit jeweils 31 Prozent. Viele Vereine sprechen sich damit für weniger Legionäre, mehr burgenländische Spieler sowie kürzere Fahrtstrecken und mehr Derbys aus. Dahinter folgt der „sportliche Anspruch“, während ein geringerer Auf- und Abstiegsdruck die geringste Rolle spielte.
Regional zeigen sich Unterschiede: Im Norden hat die Regionalität die größte Bedeutung, im Süden wird stärker auf sportliche Qualität Wert gelegt. In der Mitte spielt eine Reduktion des Auf- und Abstiegsdrucks kaum eine Rolle – auch aufgrund der bereits hohen Teamanzahl in den Ligen.
Für den BFV bestätigen die Ergebnisse die unterschiedlichen Anforderungen der Regionen. Eine umfassende Reform bleibt daher ein komplexes Thema. Der Verband setzt aktuell auf einen schrittweisen Zugang („Ligareform light“), bei dem bestehende Strukturen laufend angepasst werden.
Der Spielausschuss wird in den kommenden Monaten weiter an möglichen Modellen arbeiten und den Austausch mit den Vereinen fortsetzen. Eine größere Reform soll erst umgesetzt werden, wenn sie eine klare Verbesserung für alle Beteiligten bringt.