OP06-2025 Chronik Polizei

Der Schüler wurde von der Polizei festgenommen.

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Bilderbox.com, Erwin Wodicka

Nach der Drohung eines 14-jährigen Schülers, in seiner Schule in Pernitz einen Amoklauf durchführen zu wollen, hat die Bildungsdirektion umgehend weitere Maßnahmen erlassen. Der Bursche selbst befindet sich aktuell in Untersuchungshaft. Vom Schulbetrieb wurde er suspendiert.

Weiterhin für viel Gesprächsstoff sorgt der Vorfall vom Montag in der Gemeinde im Piestingtal. Wie berichtet soll der 14-Jährige beim Computerspielen einen Amoklauf angekündigt haben. Ein Spielteilnehmer erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei. An der Wohnadresse des Verdächtigen wurden mehrere Schreckschusspistolen sichergestellt. Auch eine Art „Todesliste“ mit Namen von Mitschülern soll er angefertigt haben.

Die Bildungsdirektion hat nach dem Vorfall umgehend weitere Maßnahmen eingeleitet. „Unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Drohung wurden entsprechend den Krisenplänen in enger Abstimmung zwischen Schule, Bildungsdirektion und Polizei die notwendigen Schritte gesetzt, um die Sicherheit der Schüler und Lehrkräfte zu gewährleisten“, so Pressesprecher Fritz Lengauer.

Ebenso wurde die Schulpsychologie informiert, die den Schülerinnen und Schülern nun unterstützend zur Seite steht. Der betroffene Schüler selbst wurde suspendiert. Derzeit laufen weitere Ermittlungen und die Staatsanwaltschaft hat einen Haftantrag gestellt. Die weitere Vorgehensweise ist von den laufenden Ermittlungen und deren Ergebnissen abhängig.

Bürgermeister Hubert Postiasi (ÖVP) zeigte sich bestürzt über die Ereignisse vom Montag. Er habe erst über die Medien davon erfahren. „Ich habe keine Informationen und kann daher auch nichts dazu sagen“, sagt dieser gegenüber der NÖN.