ⓘ GWM Global
GWM plant Europa-Comeback mit 10 neuen Modellen.
Great Wall Motor forciert sein Europa-Comeback bis 2026 mit einer technologisch breit gefächerten Modelloffensive aus Elektro-, Hybrid- und Verbrennerfahrzeugen. Durch den geplanten Bau eines eigenen europäischen Werks mit einer Kapazität von 300.000 Einheiten bis 2029 will der Konzern zudem lokale Marktbedarfe effizienter decken und Importbeschränkungen umgehen. Der Strategiewechsel markiert eine Abkehr von der reinen Elektro-Marke Ora hin zu einem diversifizierten Portfolio unter der Dachmarke GWM.
Nach einer Phase der Konsolidierung und der Schließung der Europazentrale in München setzt Great Wall Motor (GWM) zu einem umfassenden Comeback an. Wie aus Berichten von Reuters hervorgeht, plant der chinesische Automobilriese, bis Ende 2026 insgesamt zehn neue Modelle auf den europäischen Markt zu bringen. Damit reagiert das Unternehmen auf die stagnierende Nachfrage nach reinen Elektroautos und passt seine Strategie grundlegend an.
Abkehr von der reinen Elektro-Strategie
Bisher konzentrierte sich GWM in Europa primär auf die vollelektrische Marke Ora. Die neue Marschroute sieht jedoch einen technologieoffenen Ansatz vor. Neben batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) werden verstärkt Plug-in-Hybride (PHEV) und klassische Verbrenner (ICE) in den Fokus rücken. Ziel ist es, preisbewusste Käuferschichten zu erreichen, die derzeit noch vor reinen Stromern zurückschrecken.
Stärkere Expansion in Europa geplant
Die Expansion ist bereits terminiert: Im Juni 2026 startet GWM in Italien und Spanien, gefolgt von Polen im Juli. Bis Jahresende soll die Präsenz auf insgesamt 13 europäische Länder ausgeweitet werden. Um den hiesigen Markt effizienter zu bedienen und Importzölle zu umgehen, plant das Unternehmen, bis 2029 ein eigenes Werk in Europa mit einer jährlichen Produktionskapazität von 300.000 Fahrzeugen zu errichten.
Modellvielfalt vereint unter der Dachmarke GWM
Im Zuge der Neuausrichtung wird GWM eine breitere Palette an Fahrzeugen und Antrieben anbieten, wobei die strikte Trennung der Submarken entfällt. Den Auftakt bildet in der ersten Jahreshälfte 2026 der Ora 5. Dieser kleine Stadtwagen wird flexibel als Elektrofahrzeug, Benziner und Hybrid erhältlich sein. Im weiteren Jahresverlauf plant das Unternehmen zudem die Markteinführung des SUV-Modells Jolion Max sowie des Geländewagens H7. Durch die Nutzung der „GWM ONE“-Plattform will der Hersteller flexibel auf Marktveränderungen reagieren.
![]()
Andreas Jakobi – Tech Writer – 167 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2024
Seit meinen jungen Jahren befasse ich mich mit Unterhaltungselektronik, wobei ich vor allem in den Bereichen Streaming und mobile Endgeräte bewandert bin. Wichtig ist mir vorurteilsfrei zu berichten und den Lesern Lösungen aufzuzeigen. Schreibe ich mal nicht für Notebookcheck, teste ich exotische Hard- und Software oder bin in der Welt unterwegs.
