Gab Gespräche mit Kane 

FC Bayern in Kontakt mit Gordon - Newcastle verlangt mehr als Díaz-Ablöse

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Seit 2022 holte der FC Bayern fünf Spieler von der Bundesliga-Konkurrenz und acht Zugänge aus der Premier League. Auch in diesem Sommer könnte nach Sadio Mané 2022, Harry Kane 2023, Michael Olise2024 und Luis Díaz 2025 erneut ein kostspieliger Profi aus der reichsten Liga der Welt nach München wechseln. Der Name Anthony Gordon geistert seit knapp zwei Wochen durch die Gerüchteküche – der Top-Torjäger von Newcastle United soll sich laut „Bild“-Infos schon mit Landsmann Kane über einen Wechsel unterhalten haben. Die kolportierte Ablöse sei den Bayern aber noch zu hoch.

Offensiv-Allrounder Gordon glänzte beim in dieser Premier-League-Saison enttäuschenden Newcastle vor allem in der Champions League, wo er mit zehn Treffern in zwölf Partien zu den besten Torjägern Europas zählt. In der Liga, wo die Magpies nur Platz 14 belegen, sind es sechs in 26 Spielen. Nichtsdestotrotz spielt der englische Nationalspieler eine starke Saison, und Newcastles finanzielle Engpässe könnten ihn spannend für zahlungskräftige Klubs wie die Münchner machen. Zudem kann man an der Säbener Straße durchaus mehr verdienen als beim Verein aus dem Nordosten Englands.

Newcastle verpflichtete Gordon im Januar 2023 für 45,6 Millionen Euro vom FC Everton. Bei den Magpies steigerte der gelernte Flügelstürmer seinen Marktwert von 40 Mio. auf zwischenzeitlich 65 Mio. Euro – derzeit wird der 25-Jährige mit 60 Mio. Euro bewertet. Der gebürtige Liverpooler verlängerte seinen Vertrag im Oktober 2024 bis 2030 und soll dort dem Vernehmen nach rund 9 Mio. Euro brutto verdienen. Während er damit bei seinem Arbeitgeber zu den Top-Verdienern zählt, wäre er bei den Bayern weit von den Top-10 der bestbezahlten Spieler entfernt.

Zuletzt berichtete die Londoner „Times“, dass Newcastle umgerechnet rund 86,5 Mio. Euro Ablöse für Gordon verlange – laut „Bild“-Infos ist das zu viel für die Münchner. Bayern-Experte Christian Falk sagte: „So viel Geld wollen sie nicht für einen Spieler ausgeben, der ja Backup für viele Positionen ist.“ Gordon könnte auf jeder der drei Offensiv-Positionen als Ersatz fungieren: für Olise oder Díaz auf den Außenbahnen oder für Kane im Sturmzentrum. Die Münchner stellen in dieser Saison das mit einem Abstand von 27 Treffern auf Real Madrid gefährlichste Sturm-Trio Europas.

Warum Newcastle Gordon womöglich verkaufen muss

Die Bayern sind an Gordon interessiert und spekulieren laut „Bild“ auf eine geringere Ablöse. Da sich Newcastle mit großer Wahrscheinlichkeit nicht für den Europapokal qualifizieren wird, „muss der Verein in diesem Sommer einen großen Verkauf tätigen, um die Finanzen auszugleichen“, erklärt Euan Robertson, Content Manager UK bei Transfermarkt. Im vergangenen Sommer ging zwar Alexander Isak für die Rekordablöse von 146 Mio. Euro nach Liverpool und insgesamt lagen die Einnahmen bei 176 Mio. Euro, die Magpies investierten aber auch 279 Mio. Euro in Neuzugänge. Lediglich in der Saison 2024/25 steht in NewcastlesTransferbilanz über die vergangenen neun Jahre ein Plus – mit besonderem Augenmerk auf die Jahre seit dem Einstieg des saudischen Public Investment Fonds (PIF) 2021.

Gerücht

Anthony Gordon

A. Gordon

Newcastle United

Linksaußen

Newcastle

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40 %

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2024/25 lag der Unternehmensgewinn laut Angaben aus diesem März zwar bei rund 40 Mio. Euro. Dieser wurde aber nur herbeigeführt, weil Newcastle den Pachtvertrag für den St James‘ Park verkaufte. Ansonsten hätte sich der Verlust in dem Jahr auf über 100 Mio. Euro belaufen. Dieser Asset-Deal wiederum wird laut Medienberichten von der UEFA untersucht, weil die kaufende Firma PZ Newco Holdings Ltd. in Verbindung zum saudischen PIF steht, dem Newcastle gehört. Nach Premier-League-Regeln stellt das keinen Verstoß gegen die Profitability and Sustainability Rules (PSR) dar, die UEFA bewertet das aber womöglich anders und könnte eine empfindliche Millionenstrafe aussprechen. Folglich deutet einiges darauf hin, dass die Magpies erneut mindestens einen großen Verkauf benötigen. Transfermarkt erfuhr, dass Newcastle mehr für Gordon haben will als die 70 Mio. Euro, die die Münchner für Díaz zahlten.

Laut Bayern-Insider Falk von der „Bild“ verfolgen die Münchner folgenden Plan, um Gordon zu verpflichten: „Der Plan der Bayern ist, ein Agreement zu finden mit dem Spieler. Dass man sagt: Wenn er wechselt, dann nur zu Bayern. Wenn Newcastle verkaufen muss, weil sie Geld brauchen wegen Financial Fairplay und weil sie die Champions League nicht schaffen, und er committed sich klar zu Bayern, dann hat Bayern die Chance, den Preis zu drücken.“

Falls Gordon als neunter Premier-League-Profi seit 2022 nach München wechselt, würden sich die Ablösen, die die Bayern in diesem Zeitraum nach England überwiesen haben, der 400-Millionen-Marke nähern. Aktuell belaufen sich die Kosten für Top-Transfers wie Kane und Olise sowie Flops wie Mané und Palhinha auf 321 Mio. Euro.