Er saß von 1994 bis 2004 als Stimme des Oberlands im Tiroler Landtag und initiierte sowie betreute viele Projekte wie die Osteuropa-Hilfe. Heinrich Juen ist am 20. April im 95. Lebensjahr verstorben.

Juen wurde am 31. August 1931 geboren und war das siebte von zehn Kindern. Der aus See im Paznaun stammende Jurist trat 1961 in den Tiroler Bauernbund ein und engagierte sich früh in der Jungen ÖVP. Sechs Jahre lang war er deren Landesobmann. Später wirkte er als Geschäftsführer der Akademikersektion des Bauernbundes. Mehr als vier Jahrzehnte lang war er zudem als Rechts- und Sozialberater im Tiroler Bauernbund tätig und unterstützte unzählige Menschen in sozialen und rechtlichen Fragen. In dieser Zeit führte er über 95.000 Beratungen durch.

Als Politiker habe ihn laut eigener Aussage vor allem das Zusammenspiel großer Themen wie Umwelt, Klima, Verkehr, Katastrophenbewältigung, Sicherheit und sozialer Ausgleich beschäftigt. Auch die Vermarktung bäuerlicher Produkte sei ihm ein Anliegen gewesen. Daneben seien es stets die Anliegen einzelner Menschen gewesen. Mehr als 200 Wortmeldungen und zahlreiche Initiativen prägten seine zwei Legislaturperioden.

Landeshauptmann Anton Mattle würdigte Juen als „Politiker mit Haltung, Herz und Handschlagqualität“. Er habe „nie den einfachen Weg gesucht, sondern immer den richtigen im Dienst der Menschen. Mit ihm verliert Tirol eine prägende Persönlichkeit, die über Jahrzehnte hinweg Politik, Gesellschaft und insbesondere den ländlichen Raum im Bezirk Landeck entscheidend mitgestaltet hat.“

Als „einen der Großen im Bezirk Landeck“ bezeichnete VP-Bezirksparteiobmann Dominik Traxl den Verstorbenen. „Sein unermüdlicher Einsatz für soziale Gerechtigkeit, für die bäuerliche Bevölkerung und für den Zusammenhalt im Land bleibt unvergessen.“

Der Begräbnisgottesdienst findet am 2. Mai um 11 Uhr in der Pfarrkirche Allerheiligen in Innsbruck statt.