Fleischhacker verlässt die „Wiener Zeitung“ noch im zweiten Quartal und wechselt zum US-Wirtschaftssender CNBC, der 2027 im DACH-Raum starten will.

Noch im gegenwärtigen 2. Quartal ist der Plan, dass Martin Fleischhacker die Geschäftsführung der republikseigenen „Wiener Zeitung“ an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger abgibt. Eine neue „WZ“-Spitze wurde allerdings noch nicht verkündet, obwohl die Bewerbungsfrist schon Ende Februar ausgelaufen ist. Klarheit herrscht nun aber immerhin darüber, wohin es Fleischhacker zieht. In einem Interview mit „Horizont“ erklärte er, zum US-Wirtschaftsnachrichtendienst CNBC zu wechseln, der 2027 auch im DACH-Raum starten will. Die Holding des Projekts soll ihren Sitz in Wien haben, auch ist Österreichs Bundeshauptstadt als einer von mehreren redaktionellen Standorten vorgesehen.

Er werde dort als Managing Director und CFO (Anm.: Chief Financial Officer) starten, sagte Fleischhacker und gab Einblick in das Vorhaben: „Bisher kennt man CNBC vor allem als Wirtschaftsfernsehen. Doch die Pläne sind größer. Neben dem klassischen Podcast und dem Fernsehstream soll ein ganzes multimediales System hinter der Bezahlschranke entstehen. Außerdem bauen wir eine News-Plattform auf, die auch Community-Building umfasst.“ Der Fokus liegt etwa auf Finanzinformation, Kapitalmarktberichterstattung und regionaler Wirtschafts- und Unternehmensberichterstattung.

Zu seiner Zeit bei der „Wiener Zeitung“ hielt er fest, dass die vielen Regierungswechsel dem Team „das Leben schwer gemacht“ hätten. „Ständig mussten wir neu präsentieren, Gespräche wieder aufnehmen, unterschiedliche Vorstellungen einarbeiten“, berichtete er von Frust, der sich breit gemacht habe. „Die Politik werde ich also nicht vermissen“, so Fleischhacker, der seit 2018 die Geschäfte der „WZ“ führte.

Der ORF und ServusTV teilen sich nicht nur die Live-Übertragungen von der in eineinhalb Monaten startenden Fußball-WM auf, sie machen auch bei einer am Sonntag startenden Kampagne namens „We are from austria“ gemeinsame Sache. Gemeinsam mit der „Kronen Zeitung“ und dem ÖFB wollen sie eine positive WM-Euphorie entfachen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich fördern, heißt es in einer Aussendung. Dafür werden elf Menschen in den Mittelpunkt gestellt, die „tagtäglich Herausragendes für Österreich leisten, oft leise, aber unverzichtbar – mit Leidenschaft, Einsatz und Herz“. Das symbolische Team für Österreich soll zeigen, dass Stärke nicht nur auf dem Spielfeld entsteht, sondern mitten in der Gesellschaft. Vorgestellt werden in Spots etwa die 28-jährige Winzerin Julia, die 48-jährige Friseurin Mayamisse und der 60-jährige Wäschereibesitzer Jörg. (APA)

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