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Wer bei den Reisekosten sparen will, fährt mit Camping immer noch am günstigsten. Im Vergleich zu Hotelübernachtungen kann man hier pro Nacht deutlich sparen. Doch die Preise für Stellplätze in Deutschland und dem europäischen Ausland variieren stark. Das Portal „Camping.info“ hat die konkreten Preise von über 20.000 Campingplätzen in 34 europäischen Ländern ausgewertet. Deutschland liegt dabei im europäischen Mittelfeld, am teuersten sind Camping-Stellplätze in Kroatien.

Dort kostet die Nacht für zwei Personen in der Hauptsaison inklusive Stellplatz, Caravan, Strom und Ortstaxe durchschnittlich 41,26 Euro. Ebenfalls mehr als 40 Euro pro Nacht zahlen Campingurlauber in Italien, der Schweiz und Österreich. Schnäppchenpreise von unter 20 Euro locken dagegen in Albanien, der Türkei, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Polen. In Deutschland müssen durchschnittlich 30 Euro gezahlt werden.

In diesen Ländern ist Camping am günstigstenLandPreis pro Nacht in EUROAlbanien14,38 €Türkei15,04 €Nordmazedonien18,53 €Bosnien-Herzegowina19,37 €Rumänien19,63 €Polen19,93 €Tschechien20,15 €Estland21,16 €Mehr zum ThemaHier zahlen Campingurlauber am meistenLandPreis pro Nacht in EuroKroatien41,26 €Italien41,21 €Schweiz40,68 €Österreich40,56 €Slowenien35,71 €Spanien34,82 €Dänemark34,35 €Deutschland30,27 €Mehr zum ThemaWas kostet der Stellplatz in meinem Bundesland?

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Camping-Preise europaweit um rund 3,5 Prozent, in Deutschland um durchschnittlich 4,9 Prozent. Im Bundesländervergleich sind Hamburg (44,42 Euro) und Bremen (36,17 Euro) die teuersten. In Mecklenburg-Vorpommern kostet die Nacht 34,49 Euro, in Baden-Württemberg 32,88 Euro. Am günstigsten ist Camping im Saarland (23,69 Euro), in Thüringen (26,01 Euro) und in Hessen (26,62 Euro).

Doch trotz höherer Preise zeichnet sich ab: Angesichts unsicherer Zeiten und steigender Kosten ist ähnlich wie während der Corona-Pandemie erneut ein Boom an Campingurlauben zu erwarten. Eine Analyse von „CamperDays“, basierend auf Buchungsdaten der vergangenen Jahre, zeigt, wie stark der Markt weiter wächst. So lag 2025 das Buchungsvolumen bei 197 Prozent des Vor-Corona-Niveaus von 2019.

Spitzenreiter bei den Buchungen in Deutschland war 2025 übrigens erneut die Ostseeküste: 3,4 Millionen Aufenthalte verzeichnete Schleswig-Holstein, 3,1 Millionen Mecklenburg-Vorpommern. Dahinter folgen der Schwarzwald mit 2,6 Millionen und die niedersächsische Nordseeküste mit 2,0 Millionen Buchungen.

Hinweis zur Datenbasis:

Der Vergleichspreis umfasst die Kosten für zwei Personen in der Hauptsaison inklusive Stellplatz, Caravan, Strom und Ortstaxe. Die Erhebung basiert auf den Preisangaben von mehr als 20.000 Campingplätzen, die von Betreibern bei „Camping.info“ hinterlegt sind.