Bei einer weltweiten Waldfläche von 4,14 Mrd. ha gibt es zwar einen Waldnettoverlust durch Rodung zur Lebensmittelproduktion und durch den Bergbau von 8,1 Mio. ha jährlich. Dies ist vor allem in Südamerika, Afrika, Asien und Neuseeland Realität, während in Europa, insbesondere in Österreich, die Waldfläche jährlich um ±3500 ha, auch in Kärnten mit ±350 ha signifikant zunimmt.
Zur Erfüllung obiger Leistungen müssen, ja sollten Wälder klimafit begründet und aufgebaut werden. Nur dann kann der Wald seine Aufgabe einer nachhaltigen CO2-Senke erfüllen. Unser Wald muss zu Recht von den vielkritisierten Fichten-Monokulturen in wärmeverträgliche Waldgesellschaften, Mischbestände aus Laub- und Nadelbaumarten, klimafit umgebaut werden. Nur eine Vielfalt standortgerechter Baumartenmischungen aus Laub- und Nadelbäumen, Tief- und Flachwurzlern sowie Licht-und Schattbaumarten wird in den nächsten Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten überleben und entsprechende Funktionen erfüllen können. Auch unsere heimischen Baumarten haben eine große Resilienz – sprich Anpassungsfähigkeit – an den aktuellen Klimawandel.
Insbesondere unsere heimische Lärche, larix dezidua, ist die ideale Mischbaumart für mittlere und alpine Waldgesellschaften in einer Mischung von Fichte, Tanne, Lärche, Kiefer und Zirbe. Die Lärche hat eine breite ökologische Amplitude und ist vom Hügelland bis ins Hochgebirge anzutreffen. Mit ihrem tiefgreifenden kräftigen Herzwurzelsystem ist sie weniger empfindlich bei Trockenheit und hat eine hohe Standfestigkeit gegen Sturm. Als winterkahle Nadelbaumart ist sie weniger anfällig gegen Windwurf und Schneebruch.
Die Lärche ist eine ausgesprochene Lichtbaumart und damit empfindlich gegen Überschirmung und seitliche Einengung der Krone. Dichtstand begünstigt diverse Schadkomplexe. Für eine natürliche Verjüngung der Lärche sind Lärchen-Mutterbäume bester Qualität erforderlich. Aber auch bei einer Aufforstung mit Pflanzen aus anerkannten Saatgutbeständen und Wuchsgebieten sind ein ausreichender Lichteinfall, in der Größe mehrerer Baumlängen, bzw. einige tausend Quadratmeter Freifläche notwendig.
Für eine erfolgreiche Mischwaldbegründung wird grundsätzlich eine gruppen- bzw. horstweise Aufforstung von jeweils mindestens ±25 Stück je Baumart empfohlen. Bäume können – im Vergleich zum Menschen – ihren Standort nicht nach Belieben wechseln und verbleiben ein Leben lang am Punkt ihres Pflanzortes. Deshalb ist die Wahl des richtigen Mikrostandortes, des Pflanzortes, für das künftige Wachstum von entscheidender Bedeutung.
Einzelmischungen von Baumarten sind meist großer Konkurrenz um Licht, Wasser, Luft und Nährstoffen ausgesetzt. Infolgedessen überleben diese den natürlichen Konkurrenzkampf selten und überleben nicht.
Nützen auch Sie die Frühjahrsaufforstung für die Einbringung unserer heimischen Lärchen zur Begründung und Entwicklung von klimafitten Wäldern für die Zukunft.
Nur bei einer aktiven Waldbewirtschaftung werden Wald und Holz in Zukunft einen Wert und einen Preis haben.