Die sieben bislang am BER stationierten Flugzeuge wolle das Unternehmen auf kostengünstigere Flughäfen in anderen EU-Staaten verlagern, wo „die Luftverkehrssteuer abgeschafft“ worden sei, hieß es weiter. In Frage kämen etwa Airports in Schweden, die Slowakei, Albanien oder Italien.
Man bedauere die Entscheidung, so das Unternehmen, diese stehe jedoch in direkter Verbindung mit der Luftverkehrssteuer und der Ankündigung des Flughafens BER, die Gebühren zu erhöhen. Der BER sei so zum „am schlechtesten performenden Flughafen Europas geworden“, hieß es in der Pressemitteilung weiter. Der BER habe kürzlich angekündigt, die Gebühren von 2027 bis 2029 erneut um weitere zehn Prozent zu erhöhen, so Ryanair.
Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) wies das zurück. „Eine derartige Erhöhung der Flughafenentgelte ist nicht vorgesehen“, betonte ein Sprecher am Freitagmittag. Von der Ankündigung der Fluggesellschaft Ryanair sei man überrascht. Derzeit befänden sich beide Seiten in Verhandlungen.
Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die Pläne von Ryanair als „rein profitorientierte Unternehmensstrategie“. Beschäftigte würden wie beliebige Verfügungsmasse behandelt, während das Unternehmen seine Standortentscheidungen an kurzfristigen Renditeinteressen ausrichte, sagte der Bundesfachgruppenleiter Luftverkehr, Dennis Dacke.