In diesem Kontext sprach Samson auch von einer neu gegründeten Abteilung für „Naturrechte“. Laut „New York Times“ störte er sich ohnehin daran, dass der Name seines Büros auch Menschenrechte enthielt. Sie seien, so Samson, Ausdruck einer von Menschen geschaffenen politischen Ideologie, „Naturrechte“ hingegen etwas von Gott Gegebenes. Er wolle zudem verhindern, „dass politische Ideologien verzerren, was ein Naturrecht ist und was nicht“, heißt es in einem von ihm an seine Mitarbeiter übermittelten Dokument, das der „New York Times“ vorliegt.

Ehemaligen Mitarbeitern des US-Außenministeriums zufolge habe er das gesamte Büro in „Büro für Naturrechte“ umbenennen wollen. Weil der Name der Behörde allerdings vom Kongress vorgeschrieben war, musste Samson sich wohl damit zufriedengeben, dass lediglich eine entsprechende Abteilung innerhalb der Behörde entstehen konnte. In Ungarn erklärte er dann, die neue Abteilung werde „gezielte Maßnahmen ergreifen, um sowohl traditionellen Autoritären als auch modernen Ideologen Widerstand zu leisten, die diese gesellschaftlichen Grundwerte untergraben wollen“.

Samsons Argumentation offenbart auch seinen religiösen Hintergrund, mit dem er in der Gunst der Trump-Regierung steht. Wie die „New York Times“ berichtet, ist Samson als Sohn einer philippinischen Mutter und eines amerikanischen Vaters seit seiner Jugend gläubig. Die Zeitung sprach mit Heidi Altman, die eine katholische Schule in der Nähe von Austin leitete, an der Samson ehrenamtlich tätig war. Sie sagte, er habe sich „sehr für den Aufbau des Reiches Gottes engagiert“.