Stellantis steht vor einem tiefgreifenden Umbau seiner europäischen Industriepräsenz. Kurz vor dem Investor Day am 21. Mai 2026 in Auburn Hills, Michigan, verdichten sich Hinweise, dass der Autokonzern mehrere Werke in Europa für Partnerschaften, gemeinsame Nutzung oder im äußersten Fall für Verkäufe öffnen könnte. Eine endgültige Entscheidung ist nach Angaben aus den vorliegenden Berichten jedoch noch nicht gefallen.

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Im Zentrum steht ein Problem, das die europäische Autoindustrie seit Jahren belastet: Die Nachfrage liegt weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie, während die Umstellung auf Elektroautos langsamer verläuft als von vielen Herstellern erwartet. Stellantis selbst sprach im Februar von einer strategischen Neuausrichtung, nachdem sich frühere Annahmen zum Tempo der Elektrifizierung als zu optimistisch erwiesen hätten. Konzernchef Antonio Filosa kündigte an, die neue Strategie am 21. Mai vorzustellen.

Nach einem Bloomberg-Bericht, den Reuters aufgegriffen hat, hat Stellantis den Regierungen in Frankreich und Italien signalisiert, dass die Überkapazitäten in Europa rechnerisch etwa vier Werken entsprechen. Genannt werden in dem Bericht Standorte in Rennes, Madrid und Mittelitalien. Über konkrete Werke sei jedoch noch nicht abschließend entschieden worden. Auch ein deutscher Standort soll Teil der Prüfungen sein; offiziell bestätigt ist das nicht.

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