Coach Michael Köllner forderte bei Amtsübernahme im Winter beim damaligen Schlusslicht FC Blau-Weiß Linz Heimsiege. Sein Team erhörte ihn, lieferte und holte fünf Dreier aus den vergangenen sechs Spielen im Hofmann Personal Stadion, wo Ronivaldo & Co. alle vier Partien in der Qualigruppe gewannen. Lagen die Blau-Weißen zum Auftakt der Finalrunde nach 19 Minuten gegen die SV Ried mit 0:2 (später 3:2-Sieg), folgten seither 14 Treffer en suite ohne Gegentor. Und gegen den SCR Altach außerdem drei Traumtore! Jetzt steht allerdings das Auswärtsdoppel in Ried und Tirol an, vorher STATEMENTS aus dem Linzer Lager.

Erzielte allein ein Drittel seiner neun bisherigen Saisontore gegen den SCR Altach: Ronivaldo. Dabei gelangen dem gebürtigen Brasilianer in den jeweiligen Heimspielen gegen die Vorarlberger Traumtore. Erst der lehrbuchreife Kopfballtreffer beim 1:0-Heimsieg im Herbst und heute mit einem „Strahl“ aus 16 Metern zum 2:0. Dazwischen verbuchte der 37-jährige Mittelstürmer den blau-weißen Ehrentreffer bei der 1:3-Niederlage heuer zum Qualigruppen-Auftakt im Ländle.

Ronivaldo (2:0-Torschütze FC Blau-Weiß Linz) über…

…das Spiel: „Gott sei Dank geht es wieder. Es waren drei schwierige Spiele. Gott sei Dank haben wir unseren Plan gemacht, den Sieg geholt. Es ist noch nicht vorbei. Wir haben noch drei schwierige Spiele. Nächste Woche gegen Ried ist es auch ein sehr schwieriges Spiel. Wir müssen jetzt feiern in der Kabine, aber ab übermorgen ist unser Kopf wieder bei Ried. Spiel für Spiel, Schritt für Schritt. Drei Spiele haben wir noch.

…über sein Tor: „Ich weiß nicht wie viele km/h es waren, aber es war ein unglaublicher Schuss, ein wunderschöner Schuss. Im Kreis habe ich ein bisschen Spaß mit dem Trainer gemacht, weil ich gegen Sturm Graz einen ähnlichen Schuss probiert habe und der Trainer hat mir danach gesagt, dass ich da nicht schießen muss. Jetzt war er aber Gott sei Dank perfekt.“

„Wir hätten heute noch eine Viertelstunde länger spielen können und hätten nicht nachgelassen“

Michael Köllner (Cheftrainer FC Blau-Weiß Linz) über…

…die Ursachen für den aktuellen Erfolg:

„Die Grundlage haben wir schon im Jänner und Februar trainiert. Da sind wir jedes Training über den Punkt gegangen. Wir hätten heute noch eine Viertelstunde länger spielen können und hätten nicht nachgelassen. Das ist auch heute das Entscheidende gewesen. Es war ein schwieriges Spiel keine Frage. Wir haben in der ersten Halbzeit zwei, drei Möglichkeiten gehabt, aber nicht genutzt. Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir ein bisschen ruhiger sein müssen.

Ich glaube, dass wir da ein bisschen zu viel wollten. Ich habe gesagt, dass wir auch in der Schlussphase das Spiel entscheiden können, nicht überdrehen dürfen. Die Tore waren am Ende nicht logisches Produkt, aber hart erarbeitet. Die Mannschaft zieht unglaublich mit. Das sieht man dann auch heute.“

…seine Herangehensweise in den letzten Wochen:

„Wichtig war, dass wir im Verein die Ruhe behalten haben. Jeder hat sich wahrscheinlich gedacht, als sie mich verpflichtet haben, dass wir gleich eine Riesen-Serie hinlegen, was ich beim TSV 1860 München und bei Ingolstadt geschafft habe. Am Ende haben wir die erste Partie gegen Altach verloren. Dann ist es trotzdem entscheidend, dass die Mannschaft den Glauben nicht verliert.

Unsere große Stärke ist es gewesen, dass wir nicht die Ergebnisse in den Vordergrund gestellt haben, sondern die Leistung. Wir waren in keinem Spiel schlecht, aber haben dumme Fehler gemacht und unsere Chancen nicht genutzt. Wir trainieren sieben Mal die Woche. Das ist ein immenses Pensum, das wir fahren. Dennoch haben wir keine verletzten Spieler. Jetzt in der englischen Woche wollten wir minimal sieben Punkte. Das sagt sich vielleicht etwas überheblich, aber uns war klar, dass wir da nicht mit vier, fünf Punkten rausgehen können, sonst kommst du hinten nicht weg.“

„Die Tabelle ist trügerisch und es ist sicherlich noch nicht rum“

…den vierten Sieg im vierten Heimspiel in der Qualigruppe:

„Wir können heute zufrieden sein mit dem Ergebnis und über unsere Leistung über viele Phasen. Es war wichtig, dass wir heute nochmal nachgelegt haben. In der Halbzeit haben wir die Dinge nochmal besprochen und aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Sieg verdient. Jetzt können wir uns auf die nächsten drei Spiele vorbereiten. Die Tabelle ist trügerisch und es ist sicherlich noch nicht rum.

Wir haben uns eine gute Ausgangsposition geschaffen. Ich glaube, dass wir gut beraten sind, in den letzten drei Spielen noch kräftig zu punkten. Dann haben wir mit dem Abstieg sicherlich nichts zu tun.“

Ob in der Luft oder am Boden, Nico Maier, auch diesmal wieder ein Aktivposten beim FC Blau-Weiß Linz, warten gegen Mike Bähre und die Altacher lästig, gaben keinen Ball verloren.

„Wir brauchen uns nicht stressen lassen, weil wir wissen, was wir für eine Qualität haben“

Simon Seidl (1:0-Torschütze FC Blau-Weiß Linz) über…

…das Spiel:

„Wir hätten uns in der ersten Hälfte schon ein bisschen mehr zutrauen können. Wir sind gut marschiert und so, aber waren ein bisschen unruhig, haben die Chancen nicht perfekt fertig gespielt. Wir brauchen uns aber nicht stressen lassen, weil wir wissen, was wir für eine Qualität haben. Jetzt haben wir wieder in der zweiten Halbzeit drei Tore gemacht, da müssen wir anknüpfen.“

…die Ziele für die restliche Saison:

„Es ist alles drinnen, aber wir lassen die Kirche im Dorf. Wir wissen, dass wir vier Punkte weg sind und wenn der WAC morgen gewinnt ist es nur mehr ein Punkt. Wir müssen auch nicht von irgendetwas reden. Wir haben jetzt einen guten Lauf, den wir auch gebraucht haben, weil wir viel verloren haben. Jetzt heißt es einfach weiter Gas zu geben und das nächste Spiel zu gewinnen.“

„Wir haben uns nie aufgegeben, auch wenn keiner mehr an uns geglaubt hat“

Dominik Reiter (3:0-Torschütze FC Blau-Weiß Linz) über…

…sein erstes Saisontor ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub SCR Altach:

„Mir ist egal gegen welchen Verein ich das Tor erziele. Mich freut es, dass wir gewonnen haben. Dass ich schießen kann, weiß ich. Ich habe es bis jetzt zu wenig in der Bundesliga gezeigt. Ich bin froh, dass mir das heute gelungen ist. Wir schießen momentan Woche für Woche schöne Tore in unserem Stadion. Wir müssen einfach so weitermachen.“

…den erfolgreichen ‚Turnaround‘ der letzten Wochen:

„Wir haben uns nie aufgegeben, auch wenn keiner mehr an uns geglaubt hat. Da muss ich wirklich den Hut vor der Mannschaft ziehen. Der Trainer hat uns auch noch einmal richtig zusammengeschweißt. Wir sind eine richtige Truppe geworden. Wir haben unser Spielsystem auch noch einmal verändert.

Wir setzen das Woche für Woche um und jetzt kommen die Ergebnisse dazu. Der Schlüssel zu unserem Spiel ist immer die Intensität. Wir erdrücken den Gegner, pushen uns selber dadurch. Da müssen wir einfach so weitermachen.“

„Der Wille von Blau-Weiß war einfach mehr da“

Peter Pacult (Sky Experte) über…

…das Spiel:

„Ich glaube, dass der Wille von Blau-Weiß einfach mehr da war. Obwohl Altach aus der Halbzeit sehr gut rausgekommen ist, hat man einfach den Willen gesehen bei Blau-Weiß, dass sie dieses Spiel gewinnen wollen. Sie sind dann auch als verdienter Sieger vom Platz gegangen.“

…Trainer Michael Köllner:

„Er hat die Mannschaft und den Verein wieder dort hingebracht, wo auch die Zuschauer kommen, wo auch von der Tabellensituation alles verbessert ist. Sie haben es jetzt in eigener Hand, den Klassenerhalt zu schaffen. Ich habe ihn ja schon verfolgt, als er beim TSV 1860 München Trainer war und später bei Ingolstadt.

Er spricht einfach die Sprache der Spieler. Er hält es einfach. Man sieht es auch bei den Aussagen nach den letzten Spielen. Als ehemaliger Spieler weiß ich genau, was er meint. Das ist es, was die Spieler von Blau-Weiß Linz aufnehmen und transportieren. Man hört es in den Interviews von den Spielern. Das sind die Worte, die ihnen der Michael mitgegeben hat. Sie setzen es auch tadellos um.“

Siehe auch:

Nächster „Zu-null-Sieg“: FC Blau-Weiß Linz wahrt gegen SCR Altach Heimnimbus

SPIELFILM im Ligaportal-Liveticker

Statement-Quelle: Sky Sport Austria und AdmiralRadioservice

Fotocredit: Gepa-Admiral