Howard Beale (Peter Finch) wird als älterem Nachrichtensprecher bei einem kommerziellen Fernsehsender gekündigt, weil die Einschaltzahlen seiner Sendung rückläufig sind. In seiner nächsten Sendung, die seine letzte sein soll, sagt er dem „Fernsehvolk“ seine Meinung über die amerikanische Gesellschaft, woraufhin die Einschaltquoten emporschnellen und er seinen Job nicht nur behält, sondern zum Aushängeschild des Senders wird. Während die quotenvernarrte Produzentin Diane Christensen (Faye Dunaway) die Situation immer weiter befeuert und Beale selbst immer mehr mit seiner Rolle als „Moralprediger“ verschmilzt, versucht einzig sein bester Freund Max Schumacher (William Holden), die absehbare Eskalation zu verhindern, und stellt sich dabei auch gegen seine Geliebte Diane.

Der von Sidney Lumet hervorragend inszenierte und intensiv gespielte Film gehört zu den hellsichtigsten Werken der Kinogeschichte, der den skrupellosen Kampf um Einschaltquoten auf etlichen Ebenen bereits in den 1970er-Jahren vorhersah. Das geniale Drehbuch von Paddy Chayefsky bietet eine ebenso bestürzende wie schneidend-scharfe satirische Abrechnung mit dem Kommerzfernsehen. – Sehenswert ab 16.