Es ist zwar nicht der beste Film seiner Reihe, doch an Unterhaltungswert ist er kaum zu übertreffen: Mission: Impossible III ist ein geölter Agenten-Kracher, wie man ihn selten zu Gesicht bekommen. Ein ideales Beispiel für die extrem kurzweiligen Blockbuster aus den 2000er Jahren, der ohne Überlänge und CGI-Matsch daherkommt.
In knackigen 126 Minuten fackelt Regisseur J.J. Abrams ein Feuerwerk ab, das ohne Pausen von einem abenteuerlichen Schauplatz zum nächsten führt. Wenn ihr im Streaming-Abo bei Amazon Prime nach Action und Spannung sucht, seid ihr mit dem dritten Teil der Mission: Impossible-Reihe bestens aufgehoben.
Mission: Impossible III bei Amazon Prime: Ethan Hunt jagt die Hasenpfote rund um den Globus
Nach zwei unmöglichen Missionen hat sich IMF-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) aus dem aktiven Dienst zurückgezogen. Er will ein ruhiges Leben mit seiner Verlobten Julia (Michelle Monaghan) genießen, weit abseits von Masken und Geheimnissen. Doch dann tritt der Waffenhändler Owen Davian (Philip Seymour Hoffman) auf den Plan.
Davian entführt die Agentin Lindsey (Keri Russell), die von Hunt beim IMF ausgebildet wurde. Seine Rückkehr in den aktiven Dienst ist somit persönlicher Natur. Kaum kommt er dem unscheinbaren, aber sehr cleveren Fiesling auf die Schliche, gerät die Situation jedoch außer Kontrolle – und Hunt ins Visier seiner eigenen Leute.
Als hätte Hunt nicht schon genug damit zu tun, Davian vom Verkauf einer toxischen Waffe mit dem Codenamen „Hasenpfote“ abzuhalten, muss er jetzt auch noch seine Unschuld beweisen. Zum Glück steht ihm sein Team um Luther (Ving Rhames), Zhen (Maggie Q) und Declan (Jonathan Rhys Meyers) treu zur Seite.
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Nachdem die ersten beiden Mission: Impossible-Filmen sehr von der Handschrift ihrer Regisseure geprägt waren, brachte J.J. Abrams die Reihe mit Teil 3 in die Richtung, auf der später auch Brad Bird und Christopher McQuarrie aufgebaut haben, ohne die Suspense von Brian De Palma und die Explosionen von John Woo zu vergessen.
Hunt ist nicht länger ein Einzelgänger. Er schart ein Team um sich, zu dem später auch der hier eingeführte Benji (Simon Pegg) als festes Mitglied gehört. Hochglanz-Action, Stunts zum Luftanhalten und handgemachte Effekte im Einklang mit CGI-Erweiterungen sorgen zudem für ein Blockbuster-Spektakel sondergleichen.
Oft fällt Mission: Impossible III im direkten Vergleich mit den anderen Filmen etwas ab. Er hat weder den Eigensinn der ersten Teile noch die pure Action-Ekstase der späteren. Tatsächlich ist es aber der Ausgleich zwischen all den extremen Polen der Vorgänger, der Abrams‘ stylishen Franchise-Beitrag so unterhaltsam macht.
Von Hamburg über Rom bis Shanghai leistet sich der Film keine Durchhänger und liefert uns vielseitige Set-Pieces. Das größte Highlight dürfte die äußerst dynamisch inszenierte Heist-Sequenz im Vatikan sein. Womit sich Mission: Impossible III aber noch mehr ins Gedächtnis brennt, ist Philip Seymour Hoffmans grandioser Bösewicht.
Mit unerwarteter Eindringlichkeit reißt Owen Davian den Film an sich. Er ist bis heute der bedrohlichste Gegenspieler, mit dem es Ethan Hunt je zu tun bekommen hat. Nicht, weil er die Weltherrschaft will. Sondern weil er Hunt so viel Schweiß auf die Stirn treibt, wie es nicht einmal der gefährlichste Stunt in Tom Cruise‘ Karriere vermag.