Andreas Schicker und Christian Ilzer führten Sturm Graz zu Meistertitel und in die Champions League. Mit Hoffenheim haben es der Sportvorstand und der Trainer in der zweiten Saison in die Europa League geschafft. Nach dem 2:1 (2:1) beim Hamburger SV, bei dem weder Meister Bayern noch der Zweite, Borussia Dortmund, gewinnen konnten,  steht Hoffenheim drei Runden vor Schluss fix unter den ersten sechs. Es ist die fünfte Europacup-Teilnahme der Vereinsgeschichte, der 17. Saisonsieg bedeutet Verinsrekord:  „Ein großartiger Erfolg, ein gerechter Lohn für die harte Arbeit von Spielern, dem Trainerteam und allen Beteiligten“, freute sich Schicker, versprach aber: „Wir bleiben gierig!“ Auf die Qualifikation zur Champions League. Hoffenheim ist Vierter, kann Sonntag vom VfB Stuttgart mit einem Heimsieg gegen Werder Bremen überholt werden Nächste Runde gibt es in Sinsheim das direkte Duell gegen Stuttgart, eine Woche später gegen Werder Bremen wieder ein Heimspiel.

In Hamburg brachte der Ex-Austrianer Fisnik Asllani Hoffenheim in Führung, der Siegestreffer fiel mit der letzten Aktion vor der Pause. In dem wilden Spiel, in dem Alexander Prass ab der 75. Minute im Einsatz war, verteidigte Hoffenheim den Vorsprung: „Wir müssen in jedem Spiel unsere Leistungsgrenze erreichen, sonst wäre diese Steigerung nicht möglich gewesen“, erklärte Ilzer. Letzte Saison wäre Hoffenheim fast abgestiegen – Samstag feierten die Fans in Hamburg Ilzer und seine Mannschaft euphorisch.

Bayern München lieferte drei Tage vor dem Schlager in der Champions League beim Titelverteidiger Paris St. Germain wieder Gesprächsstoff In Mainz begannen von der ersten Garnitur nur Konrad Laimer, Aleksandar Pavlovic und Luis Diaz. Auf der Bank saßen Stars mit einem Marktwert von zusammen 400 Millionen Euro. Zur Pause führte Mainz mit den „Ösis“ Stefan Posch und Philipp Mwene 3:0, aber zwischen der 53. und 83. Minute drehte die 400-Millionen-Bank das Spiel. Nicolas Jackson traf nach Laimers Flanke, danach die Joker Michael Olise, Jamal Musiala und Harry Kane. Aus 0:3 wurde ein 4:3. Einen Dreitorerückstand holte Bayern in der Bundesliga zuvor nur 1976 auf. Im Abstiegskampf gab es im Österreicher-Duell zwischen Patrick Wimmer und Kevin Stöger keinen Sieger. Der Vorletzte Wolfsburg verkürzte mit dem 0:0 gegen Mönchengladbach den Rückstand zu St. Pauli auf dem Relegationsplatz auf einen Punkt. St. Pauli verlor beim Letzten Heidenheim 1:2. Sorgen müssen sich noch Werder Bremen, der Hamburger SV,  Köln (daheim 1:2 gegen Leverkusen) Union Berlin und Mönchengladbach machen. Michael Gregoritsch mit Augsburg nach dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt nicht mehr. Gregoritsch traf zweimal die Stange.

In Englands Premier League übernahm Arsenal mit dem 1:0 gegen Newcastle wieder die Tabellenführung. Manchester City schlug im Semifinale des FA-Cups Zweitligist Southampton durch Tore in der 83. und 87. Minute 2:1 (0:0), hat ein Spiel weniger. Kevin Danso gewann mit Tottenham das erste von fünf Finalspielen im Abstiegskampf beim Fixabsteiger Wolverhampton in Birmingham 1:0, das Goldtor zum ersten Sieg in diesem Jahr  fiel in der 82. Minute durch den Portugiesen Joao Palhinha. Tottenham blieb weiterhin auf einem Abstiegsplatz, da West Ham durch ein Tor in der Verlängerung Everton 2:1 bezwang. Oliver Glasner verlor mit Crystal Palace an der Anfield Road gegen den FC Liverpool 1:3 (0:2), der dritte Treffer von Liverpool fiel erst in der 96. Minute durch den deutschen Jungstar Florian Wirtz.

 

Foto: TSG Hoffenheim.