Breitenwang – Im Zentrum der Geschichte steht Matthias, der Inhaber der Agentur „My Companion“. Matthias ist ein Meister der Verwandlung. Er bietet sich als „kultivierter Freund“ an, um Bekannte zu beeindrucken. Oder er spielt den „perfekten Sohn“ für eine 60er-Party. Auch als Sparringspartner für einen Ehekrach steht er bereit. Matthias schlüpft täglich in andere Rollen. Die wahre Herausforderung ist es für ihn, einfach er selbst zu sein.

Als seine Freundin Sophia ihn wegen seiner Gefühlslosigkeit verlässt, muss Matthias handeln. Sein Weg zur Selbsterkenntnis löst eine Kettenreaktion aus, die zunehmend absurde Ausmaße annimmt.

Der österreichische Filmemacher Bernhard Wenger hat mit diesem Werk sein Langfilmdebüt gegeben. Er beleuchtet in „Pfau – bin ich echt?“ das Mann-Sein als Tragikomödie. Wenger geht dem Alltag im „late capitalism“ auf den Grund. Er verwendet dabei subtilen Humor und einen präzisen Blick für den Wahnsinn des „Normalen“. Zwischenmenschliche Beziehungen werden von ihm arrangiert und verfremdet. Sie werden zu Versatzstücken vor schöner Kulisse. Das Resultat ist die Darstellung einer Gesellschaft. Diese ist „bis zur Wiedererkennbarkeit entstellt“.

Besucher können sich auf einen Filmabend freuen, der unterhält und zum Nachdenken anregt. Bernhard Wengers Werk bietet eine tiefgründige und humorvolle Perspektive. Es hinterfragt gesellschaftliche Normen und persönliche Identität.

Der Filmabend beginnt am 8. Mai um 20 Uhr. Karten gibt es an der Abendkasse. Eintritt: 8 Euro, Schüler und Studenten zahlen 5 Euro.