Eberl bestätigt Chelsea-Rückkehr 

FC Bayern zieht Kaufoption für Chelseas Jackson nicht

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Stürmer Nicolas Jackson muss den FC Bayern nach dem Ende seiner Leihe nach dieser Saison wieder verlassen. Die Kaufoption für den 24-Jährigen werde nicht greifen, weil dieser die dafür nötige Zahl von Einsätzen nicht erreichen werde, sagte Sportvorstand Max Eberl im „ZDF-Sportstudio“. Daher werde es auch darauf hinauslaufen, dass der deutsche Meister die Möglichkeit zu einer festen Verpflichtung des Angreifers nicht nutzen werde.

Die Bayern liehen den Senegalesen zu Saisonbeginn als möglichen Vertreter für Top-Torjäger Harry Kane vom FC Chelsea aus, Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte wenig später verraten, dass Jackson bei mindestens 40 Spielen in der Startformation stehen müsste, damit eine Kaufpflicht greift. In diesem Fall hätten die Münchner angeblich 65 Millionen Euro Ablöse an Chelsea zahlen müssen. Bislang bringt Jackson es in dieser Saison auf 29 Einsätze für die Bayern, dabei wurde er 16 Mal eingewechselt. Neun Scorer stehen in der Liga zu Buche, am Samstag hatte er beim spektakulären 4:3 beim FSV Mainz 05 mit seinem Tor zum 1:3 die Aufholjagd des Rekordmeisters eingeleitet.

Der Marktwert des 31-fachen Nationalspielers war während seiner Zeit an der Säbener Straße um zehn Millionen Euro gesunken. Der Rechtsfuß besitzt bei den Blues noch einen langfristigen Vertrag bis 2033. Laut der englischen Zeitung „The Times“ war Jackson im vergangenen Sommer auch in Italien, Spanien und England begehrt. Es bestehe aber die Möglichkeit, dass er nach Ablauf der Saison nicht nur wieder kurzzeitig an der Stamford Bridge aufschlägt, sondern über das kommende Transferfenster hinaus bei Chelsea bleibt. Letzteres dürfte auch von der Entwicklung auf dem Trainer-Posten bei den Londonern abhängen. Chelsea hatte sich unter der Woche nach nur wenigen Monaten Amtszeit von Liam Rosenior getrennt.

Gerüchte um Olise: „Nicht eine Sekunde des Nachdenkens“

Unbedingt halten wollen die Bayern laut Eberl dagegen Michael Olise. Trotz vieler Spekulationen um Angebote anderer Klubs für den Mittelfeldspieler sagte der Sportvorstand: „Es gibt für uns nicht eine Sekunde des Nachdenkens über irgendwas.“ Der 24 Jahre alte Olise ist einer der herausragenden Spieler im Team der Münchner, die nach dem vorzeitigen Gewinn des Meistertitels nun im DFB-Pokal und der Champions League das Triple anstreben.

Für Kapitän Manuel Neuer ist Eberl zufolge die Tür für eine weitere Vertragsverlängerung weiter offen. „Wenn Manu so spielt, wie er spielt, wenn er sich so bereit fühlt, das nochmal zu tun, dann wüsste ich nicht, was im Weg steht, dass er noch ein Jahr verlängert“, sagte Eberl. Der 40 Jahre alte Neuer überlegt derzeit, ob er seine Karriere im Sommer beendet oder noch ein Jahr bei den Bayern weitermacht.

Eberl: Bayerns Spektakel-Sieg „sehr guter Push“ für Paris

Derweil erhofft sich Eberl von der spektakulären Aufholjagd in Mainz einen weiteren positiven Schub für den Champions-League-Kracher gegen Titelverteidiger Paris Saint-Germain. „Wir haben es gedreht, wir wissen, wir können auch das, und deswegen ist es ein sehr guter Push.“ Eberl schwärmte vom „Spirit“ innerhalb der Mannschaft. „Du liegst aussichtslos hinten, du weißt, am Dienstag ist ein großes Spiel in Paris vor der Brust – aber das ist dann egal, es gilt hier dieses Spiel in Mainz, du liegst hinten, das willst du dir nicht gefallen lassen, der Trainer findet die richtigen Worte und die Mannschaft reagiert“, sagte der 52-Jährige: „Das ist ein schönes Spiegelbild dessen gewesen, was wir in den letzten Monaten geschaffen haben.“ Das 4:3 sei „ein Sieg der Moral, des Charakters“ gewesen und habe ihn „sehr beeindruckt“.


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Goretzka: Kompany hat uns ordentlich den Kopf gewaschen

Mittelfeldspieler Leon Goretzka, der in Abwesenheit zahlreicher Stars die Münchner als Kapitän aufs Feld führen durfte, berichtete von einer Standpauke des Bayern-Trainers Vincent Kompany in der Kabine. „In der Halbzeit haben wir dann ordentlich den Kopf gewaschen bekommen“, berichtete der Nationalspieler bei „DAZN“. Kompany wollte die Bedeutung der erfolgreichen Aufholjagd in Mainz aber nicht zu hoch hängen. „Paris ist nicht Mainz und Mainz ist nicht Paris“, sagte der Belgier. Die Mentalität sei aber „eine Gesamtqualität, die du immer bringen musst – auch im Spiel gegen Paris“.

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