Der SK Rapid bleibt dank eines 1:0-Heimsieges gegen den FC Red Bull Salzburg im Spitzenfeld der Bundesliga. Der eingewechselte Ercan Kara erzielte in der 88. Minute den späten Siegtreffer, der die Hütteldorfer zum dritten 1:0-Erfolg in Serie gegen die Bullen führte. Die Wiener konnten zuletzt vier Partien in Serie nicht gewinnen. Die Mozartstädter wiederum mussten nach zuletzt zwei Siegen in Folge einen Rückschlag im Meisterkampf hinnehmen. 

Wenige Torchancen, sehr viel Taktik

Nach wenigen Minuten wurde es im Allianz-Stadion erstmals richtig gefährlich: Ein hoher Ball hebelte die Rapid-Defensive aus, doch Karim Konaté jagte seinen Abschluss aus guter Position deutlich über das Tor.

Die Begegnung verlagerte sich zunehmend ins Mittelfeld, weil beide Teams im letzten Drittel zu ungenau agierten. Offensivaktionen wie Hereingaben oder Steckpässe – etwa auf Antiste – verpufften häufig, weil entweder der letzte Pass nicht sauber kam oder die Abstimmung fehlte.

Torchancen blieben daher lange Mangelware. Rapid versuchte es unter anderem mit einem Abschluss von Antiste aus spitzem Winkel, der klar am Tor vorbeiging, während Salzburg über Umschaltmomente gefährlich werden wollte, aber ebenfalls selten zum Abschluss kam. 

Die beste Phase vor der Pause gehörte dann wieder Salzburg: Nach einem Ballverlust der Wiener im Aufbau schaltete Vertessen schnell um und brachte den Ball zur Mitte, wo Konaté völlig frei zum Abschluss kam, diesen aber knapp verfehlte – das war die größte Chance der ersten Halbzeit.

Kurz vor dem Pausenpfiff zeigte sich nochmals Alajbegović mit einer starken Einzelaktion über die linke Seite, wurde beim Abschluss aber noch entscheidend geblockt. Insgesamt blieb es bei einer extrem chancenarmen ersten Hälfte, in der sich beide Teams taktisch weitgehend neutralisierten. 

Zwei Rapid-Joker bringen die Entscheidung

Kurz nach dem Seitenwechsel wurden die Gäste aus der Mozartstadt sofort gefährlich: Über mehrere Stationen spielten die Bullen das Leder bis zu Alajbegovic, dessen Schuss in höchster Not geblockt werden konnte (48.).

Wenige Augenblicke später hätten dann die Hausherren in Führung gehen müssen: Bendeguz Bolla kam nach einer Flanke von Antiste plötzlich völlig freistehend vor Schlager zum Abschluss, scheiterte aber aus fünf Metern am Salzburger Schlussmann (51.). 

Nach einer weiteren Leerlaufphase in Hütteldorf kam mit einem Doppeltausch aufseiten der Wiener neuer Schwung in die Partie. Yusuf Demir machte über rechts einige Meter und flankte ins Zentrum, wo Kara plötzlich alleine vor dem Tor war. Der Rapid-Stürmer schloss direkt ab, aber drüber (72.). 

In der Schlussphase waren dann die Hausherren um Spielkontrolle bemüht, während die Bullen hauptsächlich mit Defensivarbeit beschäftigt waren. Und Rapid belohnte sich für die vergrößerten Angriffbemühungen: Kapitän Matthias Seidl rettete den Ball gerade noch vor der Toroutlinie, Yusuf Demir leitete weiter in die Mitte, wo Ercan Kara staubtrocken zum 1:0 einnetzte (88.). 

SK Rapid – FC Red Bull Salzburg 1:0 (0:0)

Sonntag, 26.04.2026 (14:30 Uhr); Allianz-Stadion, Wien; SR Christian-Petru Ciochirca

SK Rapid: Hedl; Schöller (79./Grgic), Cvetkovic (51./Wurmbrand), Raux Yao; Bolla, Amane, Seidl, Ahoussou; Dahl (79./Borkeeiet), Weimann (68./Kara), Antiste (68./Y. Demir); Trainer: Johannes Hoff Thorup.

RB Salzburg: Schlager; Lainer, Schuster, Drexler, Krätzig (90./Terzic); Vertessen (84./Redzic), Bidstrup (90./Aguilar), Kjaergaard, Alajbegovic (57./Yeo); Kitano; Konaté (57./Onisiwo); Trainer: Daniel Beichler.

Tor: Kara (88.)

Gelbe Karten: Cvetkovic (im nächsten Spiel gesperrt), Kara bzw. Lainer

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